Neuwahl: 50 Damen und Herren engagieren sich im Stendaler Kultur- und Heimatverein

„Den Strukturen anpassen“

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Einstimmig gewählt: Den Vorsitz des Stendaler Kultur- und Heimatvereins führt weiterhin Ludwig Reinig (r.). Seine Stellvertreterin bleibt Dörthe Hesse (r.), Hiltraud Sitka (M.) ist Beisitzerin, Fred Möring fungiert als Schriftführer.

pm Stendal. Zum Auftakt des Jahres 2011 und zur Wahlversammlung trafen sich die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins im Vereinslokal „Danilo“.

Mit der erfreulichen Feststellung, dass die meisten der 50 Mitglieder der Einladung gefolgt waren, blickte Vorsitzender Ludwig Reinig in seinem Bericht auf ein erfolg- und ereignisreiches Jahr 2011 zurück. Aktivitäten erstreckten sich überwiegend auf die Gruppen der Wanderer, Philatelisten und Stadtgeschichte-Fans.

Neben dem umfangreichen Programm der Wandergruppe mit Exkursionen, Wandertrips, Vorträgen und geselligen Stunden verweisen die Philatelisten auf Tauschabende, das Erfassen geschichtlicher Zusammenhänge an Hand der Briefmarken und die Veränderung der Poststrukturen. Die Anhänger der Stadtgeschichte haben sich auf Stadtführungen und Mitarbeit im Kirchen-Förderverein konzentriert. „Dank gebührt den Verantwortlichen der Gruppen, aber auch den Einzelmitgliedern, die für die kontinuierliche und abwechselungsreiche Arbeit sorgen“, meinte Reinig.

Er wirkt auch im Vorstand des Altmärkischen Heimatbundes, als Dachverband, mit und konnte den Stendaler Mitgliedern bescheinigen, dass deren Arbeit anerkannt werde. Ähnlich wie andere Vereine klagt auch der Stendaler über eine Überalterung und Reduzierung der Mitgliederzahl. „Viel Augenmerk müssen wir auf die Gewinnung neuer und besonders jüngerer Mitglieder legen“, betonte der Vorsitzende.

Da in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet wurde, dass einzelne Gruppen oft gleichgelagerte Interessen haben, wurde der Vorschlag, etliche Exkursionen, Veranstaltungen oder Fahrten gemeinsam zu nutzen, einstimmig angenommen, wobei Reinig in diesem Zusammenhang an die Ausfahrten nach Havelberg inklusive Dombesichtigung, an die Schifffahrt auf der Elbe oder den Besuch des Weihnachtsmarktes in Leipzig erinnerte. Das ermutigte den Vorstand, schon wieder für die kommenden Monate zu planen. Dazu gehört ein Ausflug nach Lüneburg, Besuche der Baumkuchenmanufakturen, eine Stippvistite in der Sektkelterei in Freyburg, der Besuch des Naumburger Domes und eine Heidekutschfahrt.

Ein Höhepunkt des Vereinslebens war natürlich die Festveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Bestehens. Dort freuten sich alle über die Wertschätzung, die der Vereinsarbeit von Vertretern der Hansestadt und dem Vorsitzenden des Altmärkischen Heimatbundes entgegengebracht wurden.

„Ausgehend vom Mitgliederschwund und der immer älter werdenen Mitglieder geht es auch in der mitgliederstärksten Gruppe den Wanderern, nicht mehr so sehr ums Wandern, sondern mehr um das gemeinsame Erleben von Kultur und um die Erkundung der näheren Heimat. Deshalb ist es an der Zeit, über neue, dieser Entwicklung angepassten Strukturen des Stendaler Kultur- und Heimatvereins nachzudenken.

Der neue Vorstand sollte sich im Interesse des weiteren Fortbestehens unserer Mitgliedervereinigung, egal unter welchem Namen, mit dieser Problematik beschäftigen“, so der Vorsitzende. Nach der positiven Einschätzung der Vereinsarbeit durch die Revisionskommission und die Kassenprüferin stand die Neuwahl des Vorstandes auf der Agenda.

Einstimmig wurden gewählt: Ludwig Reinig, Vorsitzender, Dörte Hesse, Stellvertreterin, Magdalena Strohschneider, Schatzmeisterin, Fred Möring, Schriftführer, Hiltraud Sitka, Beisitzerin sowie Helga Nahrstedt und Hannelore Popiel, Revisionskommission.

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