Grußwort zur Weihnacht von Klaus Schmotz: „Es geht voran und die Attraktivität steigt“

„Demokratie nicht in Frage stellen“

„Lassen Sie uns das Kommende anpacken“, fordert Stendals Stadtoberhaupt in seinem Weihnachtsgrußwort auf.

Liebe Stendaler, sehr geehrte Gäste, Ihnen allen wünsche ich von ganzem Herzen ein friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gesundes neues Jahr.

Das Jahr 2012 steht vor uns und traditionell möchte ich ein wenig Rückschau halten. „Hoffnung bedeutet: Das Beste in der Zukunft erwarten und daran arbeiten, es zu erreichen“, sagte der Professor für Persönlichkeitspsychologie Willibald Ruch – dies trifft genau, was unser Leben ausmacht.

Viele von uns blicken trotz Europa- und Finanzkrise auf ein gutes Jahr zurück: Auf Wünsche – nicht immer die materiellen – die in Erfüllung gegangen sind; und, oder auf Anstrengungen, die sich lohnten. Für manche von uns ist der Rückblick mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden: an den Verlust lieber Menschen, Schicksalsschläge oder Hoffnungen, die unerfüllt geblieben sind.

Für uns alle ist Weihnachten das Fest der Liebe und Zuwendung zu unserer Welt. Die Übersetzung der Bibel von Martin Buber sagt es direkt: „Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du.“ Lassen Sie uns gemeinsam an die Menschen denken, die heute für uns ihren Dienst tun, zum Beispiel in der Krankenpflege, im Verkehrswesen, als Soldaten, bei der Polizei, bei der Stromversorgung und an anderen Arbeitsplätzen. Wir denken mit unseren Wünschen an Landsleute in anderen Teilen Europas und der Welt, auch an unsere näheren und ferneren Nachbarn, mit denen wir in Frieden leben wollen.

Lassen Sie uns, trotz aller Widrigkeiten den Optimismus bewahren und enger zusammenrücken, vieles lässt sich verbessern und anderes muss neu geprüft und gestaltet werden. Ich wünsche uns, dass sich alle Stendaler und Gäste wohl fühlen und mit uns das Gefühl gemeinsamer Verantwortung und den Bürgersinn pflegen.

Dass wir in einer Stadt leben, in der das Ehrenamt nach wie vor einen hohen Stellenwert hat, macht uns stolz. Die Ehrenamtlichen helfen mit, dass Menschen und deren Probleme nicht in Vergessenheit geraten, die Betroffenen sich angenommen und bewahrt fühlen. Viele sorgen dafür, und gerade denen danke ich an von Herzen. Dazu gehören Aktivitäten der Tafel, die Bürgerinitiative und vieler Vereine. In den letzten Tagen ist es gelungen, die Bahnhofsmission zu etablieren.

Seit 2010 ist Stendal Hansestadt und mit der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Stendal-Uchtetal zur Stadt mit 18 Ortschaften und 30 Ortsteilen zusammengewachsen. Das gelang nicht zuletzt durch das Engagement der Bürger, des Stadtrates, der Ortschaftsräte und meiner Mitarbeiter.

Die Fähigkeit nach vorn z u blicken dürfen wir nicht verlieren, wohl wissend, dass noch viele Aufgaben zu erfüllen und ebenso viele Probleme zu lösen sind. Im Hinblick auf die Ereignisse in Insel dürfen wir uns in Gesellschaft und Politik nicht dazu drängen lassen, Freiheit und Demokratie in Frage zu stellen oder in Zweifel ziehen zu lassen. Zum Wesen der Demokratie gehört die Auseinandersetzung um die beste Lösung. Hoffen wir, dass dies zum Wohle aller Menschen dieses Ortsteiles bald gelingen möge.

Verschiedene Ehrungen und Preise, die an Unternehmen, Wissenschaftler, Feuerwehrmitglieder und Sportler verliehen wurden, und die Kulturpreisträger rückten die Hansestadt ins Licht der Öffentlichkeit. Wir werden das neue Jahr, mit guten und wichtigen Dingen anfüllen, gerade im Hinblick auf den Bau der Autobahn 14 und uns mit der Verbesserung der Infrastruktur beschäftigen. Wenn Gäste zu uns kommen, nehmen sie mit Erstaunen und Freude wahr, zu welch‘ schöner Stadt sich Stendal entwickelt hat. Beispielhaft haben wir, oft mit Fördermitteln, in Staats die Dacherneuerung von zwei Wohnblöcken vornehmen können, den Neubau und die Sanierung der Bibliothek nahezu abgeschlossen, die Turnhalle Erich-Weinert-Straße energetisch saniert, einen Teil der Sporthalle Haferbreite und den Kindergarten der „Johannitersternchen“ erneuert. Die Grundschule Nord wird nahezu vollständig neu errichtet, die Einrichtungen „Märchenland“ und „Stadtseeknirpse“ sind teilsaniert.

Der Zustand von Straßen und Wegen wurden an vielen Stellen verbessert: Bruchstraße, Linksabbiegespur Südwall, Erschließungsstraße Schadewachten, Tangermünder Straße, Gehwege in den Straßen: Haferbreite, Carl-Hagenbeck-l Robert-Dittmann-, Dr. Gustav-Nachtigalstraße, ländlicher Wegebau in Dahrenstedt, Ufersanierung am Stadtsee, Regenwasserkanäle in der Schützen- und Nicolaistraße, Hochwasserschutz-Ausbau des Grabens Arneburger Straße und Erneuerung am Buchholzer Weg in Insel. Noch zu erwähnen wären: Platzgestaltung am Ärztehaus Stadtseeallee, Abschluss Wegebau Ostpark, Zaunbau Friedhof Uchtspringe und Weiterführung Wegebau im städtischen Friedhof.

Eine wichtige und großartige Maßnahme; nämlich die Errichtung des Hoch- und Niedrigseilgartens am Mad-Club sei im Besonderen erwähnt – denn auch wenn es unterschiedliche Ansichten über die Gebühren gibt, ist es doch gerade für junge Menschen eine wichtige Anlage, um die viel zitierte Teamfähigkeit zu proben und sich sportlich zu betätigen.

Mit den aufgezählten Maßnahmen zeige ich Ihnen, dass es in der Stadt und den Ortsteilen voran geht und die Attraktivität steigt. Unermüdlich haben wir, trotz schwieriger wirtschaftlicher Situation, positive Signale gesetzt. Mit Freude sage ich, dass unser Haushalt 2012 ausgewogen vorgelegt werden kann.

Genießen wir die Weihnachtszeit und die Tage zwischen den Jahren. Lassen Sie uns dann das Kommende anpacken und meistern, lassen Sie uns die Schwachen und Menschen mit Behinderung nicht vergessen, lassen Sie uns all‘ das Erreichte und Gute bewahren und das Neue voranbringen

Klaus Schmotz

Oberbürgermeister

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare