Fehlwürfe in gelbe Tonnen kann Ordnungswidrigkeit werden / Satzungsänderung geplant

„Das war doch der Nachbar“

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Ist eine gelbe Tonne falsch befüllt, erhält sie einen roten Mängelschein und wird nicht geleert. Mit einer entsprechenden Satzungsänderung wäre ein Fehlwurf eine Ordnungswidrigkeit. Problematisch bleibt die Suche nach dem Verursacher.

Stendal. Die falsche Befüllung von gelben Tonnen bleibt auch ein gutes Vierteljahr nach ihrer Einführung weiterhin problematisch. Rund 40000 gelbe Tonnen gibt es laut Umweltamtsleiter Dr. Denis Gruber im Landkreis.

Um die Fehlwürfe einzudämmen, hält Gruber eine grundlegende Satzungsänderung der Abfallentsorgung für notwendig. „Die Überwachung von Ordnungswidrigkeiten ist bis jetzt nur auf die Biotonne ausgelegt“, so der Leiter des Umweltamtes und erster Beigeordneter des Landkreises. „Für Restmüll, Papier und eben die gelbe Tonne gilt das bislang nicht.“ Käme es zu dieser Satzungsänderung, würde ein Bürger, der seine gelbe Tonne absichtlich oder unwissentlich falsch befüllt, eine Ordnungswidrigkeit begehen und müsste ein Bußgeld entrichten.

Ganz so einfach ist dies aber nicht, denn die Fehlwürfe sind meist nicht genau zuzuordnen. „Es gilt das Verursacherprinzip“, so Gruber, „insbesondere die Anonymität von Wohnanlagen wird immer wieder ausgenutzt. Frei nach dem Motto: Das war doch der Nachbar.“ Nötig sei die Satzungsänderung dennoch. [...]

Von Mike Höpfner

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