Verkaufsoffener Sonntag: Einzelhändler beklagen fehlendes Gesamtkonzept

„Das ist doch halbherzig“

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die Geschäfte in der Hansestadt an einem Sonntag geöffnet gehabt. Manche Händler beklagten aber, dass man in der Stadt auch etwas veranstalten sollte, damit mehr Kunden in die Innenstadt gelockt werden.

Stendal. „Es reicht nicht, nur den Laden aufzumachen und dann zu hoffen, dass die Kunden von alleine kommen“, sagt Margit Bolz, Inhaberin des gleichnamigen Juweliergeschäfts in der Breiten Straße, über den verkaufsoffenen Sonntag.

Der fand gestern zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Stendaler Innenstadt statt. Mit gemischter Bilanz der Händler.

„Das müsste gemeinsam mit der Stadt organisiert werden, vielleicht in Kombination mit einem Flohmarkt und Live-Musik. Uns fehlt ein gutes Stadtmarketing, das ist doch halbherzig“, fährt Bolz fort. Trotz des regnerischen Wetters war die Einkaufsstraße der Rolandstadt gut besucht. Bolz bestätigt, dass das grundlegende Konzept zwar funktioniere, aber es sei sehr „schwerfällig“.

„Wir müssen ein Flair schaffen, das zum Verweilen einlädt“, sagt Sieglinde David, Mitarbeiterin im Modehaus Lau. „Ohne Rahmenprogramm ist ein verkaufsoffener Sonntag recht unattraktiv.“ Ins selbe Horn stößt auch Susanne Malzahn vom Buchladen Genz. Sie ist für sich zufrieden mit dem verkaufsoffenen Tag – auch weil sie mit einer kleinen Autorenlesung eine Aktion im Geschäft hatte. „Man muss sich schon etwas einfallen lassen“, erklärt sie, „oder den Tag unter eine Art Motto stellen.“

Von Mike Höpfner

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