Bayrisches Unternehmen plant Fertigstellung des ersten Bauabschnitts im Mai

Cranach-Karree wächst mit Verzug

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Links das triste Original, rechts der bereits sanierte Plattenbau. 217 Wohnungen sollen insgesamt im sogenannten Lucas-Cranach-Karree im Stadtseegebiet entstehen. Es kam zu Verzögerungen, der erste Abschnitt soll im Mai fertig sein.

Stendal. 217 Wohnungen sind das erklärte Ziel von Sandra Haas. Die Geschäftsführerin des gleichnamigen Unternehmens mit Sitz in Bayern kaufte im Mai 2015 zusammen mit ihrem Mann das sogenannte Lucas-Cranach-Karree – das sind die Hausnummern 8-36 inklusive der Grünanlagen (AZ berichtete).

Die Arbeiten am Karree im Stadtseegebiet laufen weiter auf vollen Touren. Auch wenn der Zeitplan etwas in Verzug geraten ist, wie Haas der AZ am Donnerstag mitteilt.

„Durch einen Führungsmitarbeiterwechsel auf der Baustelle hat sich der Umbau etwas verzögert“, sagt Sandra Haas. Die ersten Wohnungen waren bereits im Frühjahr 2016 bezugsfertig. Haas plant, die Hausnummern 8-14 bis Mai dieses Jahres zu vollenden. „Bis zu diesem Zeitpunkt ist der erste Bauabschnitt vollständig abgeschlossen“, verrät die Geschäftsführerin.

Die Pläne der Unternehmerin beschränken sich jedoch nicht lediglich auf die grundhafte Sanierung der Wohnungen in den Plattenbauten. „In der Mitte soll ein Spielplatz entstehen. Das Ganze soll wie ein kleiner Park angelegt werden“, sagte Haas im vergangenen Jahr, als die Arbeiten an Wohnungen und Fassade bereits auf Hochtouren liefen. Umgesetzt wird eine breite Palette an Wohnungen, von der Single-Wohnung mit 41 Quadratmetern bis zur XXL-Unterkunft mit über 120 Quadratmetern. Fußballtore und weitere Geräte wurden schon angeschafft, beziehungsweise sollen noch bereitgestellt werden, sodass Kinder und Jugendliche im Karree auch Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung haben.

Bereits einen Monat nach dem Kauf, im Juni 2015, habe es seitens der Stadt eine Anfrage gegeben, ob die Wohnungen auch für Flüchtlinge bereitgestellt werden könnten. Diesem Wunsch der Verwaltung wollte Haas nicht entsprechen. Die sanierten Wohnungen sind bereits zum Großteil vermietet. Momentan gibt es aufgrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen keine derartigen Bestrebungen der Stadt. Über die Kosten des Bauvorhabens möchte Haas keine näheren Angaben machen, es handele sich um einen zweistelligen Millionenbetrag.

Von Mike Höpfner

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