Das Spiel mit den Kostümen

„Cosplay“ als Leidenschaft: Doreen Wegner aus Stendal hat 8000 Fans

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Mit dem Fotografen Andreas Krupa und in Zusammenarbeit mit einem Falkner entstand dieses Cosplay-Kunstwerk mit dem Titel „Deer Faun“.

Stendal. Diese junge Stendalerin hat bei Facebook etwas mehr als 8000 Menschen in der Fan-Liste, die sich für ihr ausgefallenes Hobby interessieren. „Ich liebe daran den kreativen Aspekt, das Gestalten der Kostüme, das Spielen der Charaktere“, sagt sie.

Doreen Wegner ist bei ihren Fans als „Luka“ bekannt. Jenes Hobby, das die 30-Jährige immer professioneller betreibt, nennt sich „Cosplay“. Die Wortkreation setzt sich aus den englischen Worten für Kostüm – costume – und Spiel – play – zusammen.

Und beruht auf einem Trend aus Japan, welcher weltweit immer beliebter wird. Dabei stellen die Cosplayer eine Figur – zum Beispiel aus einem japanischen Manga-Comic, einem Anime-Filme, einem Computerspiel oder einem Fantasie-Film – im passenden Kostüm und durch ihr Verhalten möglichst originalgetreu dar. Dies passiert natürlich nicht allein im stillen Kämmerlein. Ein Treffen, welches in Deutschland beheimatet ist und im vergangenen Jahr etwa 26 000 Fans des Rollenspiels anzog, ist die „Connichi“ in Kassel.

Solche „Conventions“ sind vor allem Orte der eigenen Präsentation, wo die Fan-Kultur gelebt wird.

Während solcher Messen kann es dann auch passieren, dass ein fremdes Wesen mit den Worten „Hey, Luka“ grüßt. Es können aber auch neue Kontakte entstehen, die das Hobby auf eine nächste Ebene heben. Wenn zum Beispiel Fotografen aufmerksam werden und zufällig der Kontakt zu einem Falkner entsteht. „Dein Kostüm würde super zu einem Greifvogel passen.“ Die positive Folge: Fotoserien für den eigenen Internetauftritt oder die Facebook-Seite. Die jüngste Veranstaltung, zu der die Stendalerin fuhr, war die Leipziger Buchmesse, die mit einer eigenen Halle für Manga-Liebhaber aufwartet und seit Jahren Tausende Cosplayer in voller Montur in die Leipziger Messehallen lockt.

„Ich habe als Kind gern Mila Superstar, die Kickers oder auch Pokemon gesehen.“ Aus diesem frühen Interesse für diese japanische Unterhaltungskunst entstand nunmehr die Begeisterung für das kostümierte Spiel.

Von Alexander Postolache

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