Meiste Altenpflegeheime wurden besucht / Pflegedienste aktuell in Planung

Landrat Patrick Puhlmann: Impfzahlen über dem Durchschnitt

Eine Rollstuhlrampe mit hölzernem Geländer führt zum Eingang des Stendaler Impfzentrums. Es liegt Schnee.
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Nicht immer sind Termine einfach zu bekommen. Zu tun ist im Impfzentrum jedoch immer etwas: Nach Landkreisangaben liegen die Impfzahlen pro 100 000 Einwohner über dem Landesschnitt.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Trotz vieler Probleme, wie der Impfung von 330 Polizisten im Landkreis Stendal, gebe es, so Landrat Patrick Puhlmann (SPD), auch gute Nachrichten: Bei den Impfzahlen pro 100 000 Einwohnern liege Stendal über dem Landesschnitt.

Stendal – Mittlerweile haben knapp 3000 Bürger im Stendaler Impfzentrum ihre Erstimpfung erhalten. Rund 1300 konnten bereits ihren zweiten Impftermin wahrnehmen. Damit stehe der Landkreis vergleichsweise gut da, wie Landrat Patrick Puhlmann (SPD) am Dienstag bei der dritten Corona-Pressekonferenz im laufenden Jahr erklärte.

Natürlich hätten andere Landkreise insgesamt bisher mehr Impfungen vorgenommen. Gemessen an den Impfungen pro 100 000 Einwohner sei der Landkreis mindestens durchschnittlich beziehungsweise überdurchschnittlich in Sachsen-Anhalt. „Wir sind da nicht irgendwie hintendran, was das Impfen angeht“, stellte der Landrat klar. Dass beispielsweise Halle mit 7000 Erstimpfungen und sogar rund 3500 Zweitimpfungen weit vor dem Landkreis Stendal liegt, sei damit zu erklären, dass dieser auch bedeutend mehr Einwohner hat. Grundlage dafür sei, dass bei einer höheren Bevölkerungszahl auch mehr Impfstoff zugestellt wird, der dann auch verimpft werden kann. Das Gesundheitsministerium habe bestätigt, dass es bei dem Impfen, „was diese Richtung oder das Impfen im Allgemeinen angeht“, wie Puhlmann sagte, nichts zu beanstanden habe.

Die 26 im Landkreis liegenden Altenpflegeheime sind mittlerweile auf einem guten Weg. Nur sieben von ihnen konnten noch keine Impfungen erhalten, da noch aktive Covid-Infektionen gemeldet wurden. Für vier davon wurden mittlerweile Termine vereinbart, wie der Erste Beigeordnete Sebastian Stoll, der voraussichtlich ab kommender Woche nicht mehr die Verantwortung für das Impfzentrum haben wird (AZ berichtete), berichtete. Von den übrigen drei Heimen werde noch auf die Rückmeldung der Heimleitungen gewartet, dass mit dem Impfen begonnen werden kann.

Neuer Impfstoff im Einsatz

Seit gestern wird im Landkreis Stendal nicht mehr nur der bisher verwendete Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht. Auch die ersten Lieferungen des neuen Mittels von Astrazeneca sollten, nach Informationen vom Dienstag, eintreffen und verwendet werden. Ein Wunsch- und Wahlrecht zwischen den beiden Mitteln gebe die Aktuelle Impfverordnung jedoch nicht her, erklärte Stoll. Personen zwischen 18 und 64 Jahren erhalten normalerweise den Astrazeneca Impfstoff, ältere der Prioritätsgruppe 1 den von Biontech/Pfizer. Sollte das Mittel von Astrazeneca nicht mehr verfügbar sein, würde auch für Jüngere auf den von Biontech/Pfizer zurückgegriffen.

Die strikte Trennung sorgt auch dafür, dass die geplanten Impfungen bei Pflegediensten, die aktuell vorberietet werden, etwas komplizierter werden. Wegen der unterschiedlichen Altersempfehlungen für die beiden Stoffe müsse auch mit zwei Impfmitteln losgefahren werden. Bedienstetes Personal erhalte dann den Stoff von Astrazeneca und zu pflegende Personen den von Biontech/Pfizer.

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