Erste Fieberambulanz

Corona: Altmärker können sich in Stendal testen lassen

Eine Fieberambulanz ist im Rolandhaus an der Albrecht-Dürer-Straße in Stendal eingerichtet worden.
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Eine Fieberambulanz ist im Rolandhaus an der Albrecht-Dürer-Straße in Stendal eingerichtet worden.

Stendal – In einer gemeinsamen Aktion haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen-Anhalt und der Stendaler Apotheker Christoph Schäfer innerhalb weniger Tage eine Fieberambulanz im Rolandhaus an der Albrecht-Dürer-Straße in Stendal eingerichtet.

Dort sind seit gestern jeden Werktag von 14 bis 16.30 Uhr ein Arzt und ein Arzthelfer vor Ort, um Menschen, die einen Corona-Test benötigen, eine Anlaufstelle zu bieten.

Die Anlaufstelle in Stendal steht für die gesamte Altmark zur Verfügung. „Wer kommt, wird behandelt“, erklärt Dr. Jörg Böhme, Sprecher der KV.

Der Schwerpunkt der neuen Einrichtung liegt auf Corona-Verdachtsfällen. Auf keinen Fall soll die Ambulanz Anlaufstelle für Grippeerkrankungen sein. Diese Patienten sollten weiterhin auf dem regulären Weg untersucht werden. Wer ein Verdachtsfall ist, also Fieber hat und entweder selbst im Risikogebiet war oder Kontakt mit einem positiv Getesteten hatte, und einen Test benötigt, bekommt diesen normalerweise verordnet.

In einem solchen Fall werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Wer nicht zu den Verdachtsfällen zählt, muss die Kosten von 180 Euro selbst übernehmen. Für den ersten Tag standen 100 Teströhrchen zur Verfügung. 56 Menschen ließen sich gestern testen.

Wer die Fieberambulanz in Anspruch nehmen möchte, wird gebeten, vor der Tür zu warten und anzuklopfen. Ein Telefonkontakt wird voraussichtlich am Freitag eingerichtet. Wenn ein mögliches Gedränge in der Einrichtung vermieden wird, könne auch eine weitere Ansteckung verhindert werden. „Im Idealfall gehen die Leute rein, werden getestet und gehen wieder heraus“, erläutert Böhme den Ablauf in der Fieberambulanz. Mit dieser Aktion und anderen Maßnahmen sollen ältere Menschen und weitere, die zu den Risikogruppen gehören, einem möglichst geringen Ansteckungsrisiko ausgesetzt werden.

VON STEFAN HARTMANN

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