Ein Chor aus hunderten Stimmen

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Süßer die Glocken nie klingen... Dick eingemummelt und etwas zittrig sang der Chor aus hunderten Stimmen Weihnachtslieder.

Stendal. Von Sabine Lindenau Die Stimmen waren mitunter ein wenig zittrig. Doch das lag nicht an den Gesangsqualitäten des Chores hunderter Stimmen. Der eiskalte Wind ließ die Besucher des nunmehr fünften Weihnachtssingens frösteln. Glühwein half aufzuwärmen und die Stimmen zu ölen. Förderverein Glocken St. Marien Stendal, das Stendaler Fernsehen, das Ensemble „Vier Jahreszeiten“ und Propst Christoph Hackbeil hatten eingeladen. Wieder einmal war der Marktplatz voller Menschen. Was vor fünf Jahren schon mit rund 500 Besuchern begonnen hatte, hat sich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution entwickelt.

Wer nicht in die Kirche geht, aber trotzdem die Gemeinschaft sucht, ist beim Weihnachtssingen genau richtig. Aber auch Gläubige waren unter dem großen Chor, sie verschlug es nach dem abschließenden vollen Geläut zur Vesper in die Marienkirche.

Die Singenden Weihnachtsmänner gaben wie immer den Ton an, der große Chor aus Jung und Alt stimmte ein. Beim alten deutschen Lied genauso wie beim englischen. Ein herrliches Bild vor der Kulisse der hell erleuchteten Tanne. Und wenn das Ensemble verstummte, griffen die Rolandmusikanten, die auf dem Balkon der Löwen-Apotheke standen, zu ihren Instrumenten. Mit dem Kauf von Glühwein taten die Besucher übrigens auch noch etwas Gutes. Der Erlös soll der Arche in Stendal zugute kommen.

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