Chaos bei der Schülerbeförderung

Überfüllte Busse verärgern die Eltern.

„Am Montag war Neustart für die Schülerbeförderung im gesamten Landkreis Stendal. Überfüllte Busse, zu hohe Geschwindigkeiten und ein ratloses Chaos im Bereich Arneburg-Goldbeck verärgern den Schulelternrat der Goldbecker Sekundarschule und sind so nicht akzeptabel.

Auch wenn an vielen Stellen durchaus positive Erfolge und Verbesserungen für die Schüler im Landkreis erreicht wurden, ist die Situation in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck nicht akzeptabel. Dass dabei beispielsweise die Arneburger Sekundarschüler nun 25 Minuten früher an der Bushaltestelle stehen müssen, ist wohl noch das kleinste Übel. In über einer Stunde werden dann alle Dörfer in der Umgebung abgefahren und die Kinder eingesammelt, die nach Goldbeck wollen. Wobei dazwischen in Hindenburg noch mal ein Umstieg erfolgt, bis dann schließlich 7.11 Uhr die Schule in Goldbeck erreicht ist. Allein diese fahrplanmäßigen Strapazen waren für den Schulelternrat der Sekundarschule Grund genug, aktiv zu werden. Allerdings kam es nun am Montag und den folgenden Tagen zum absoluten Chaos, wie Vorsitzende Daniela Just berichtet. Die Busse hatten fast überall Verspätungen. Am neuen zentralen Umstiegsplatz in Hindenburg warteten jedoch die Anschlussbusse nicht, die Schüler steckten somit in Hindenburg fest. „Wir mussten dann unsere Kinder mit dem Auto zur Schule bringen“, erklärten die Elternvertreter, die mit vor Ort waren. Dass dies vielleicht den Anfangsschwierigkeiten geschuldet ist, können die Eltern noch einsehen. Aber dafür, dass viele Busse total überfüllt sind und ein Großteil stehen muss, haben die Elternräte kein Verständnis. „So etwas kann einfach nicht in Kauf genommen werden, hier geht es um die Sicherheit unserer Kinder und der anderen Fahrgäste. Dass dann auch noch mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren wird, ist die Krönung“, erzählen die Eltern aufgebracht. Einige, die den Bussen mit Auto gefolgt sind, mussten in geschlossener Ortschaft 80 Stundenkilometer fahren, um folgen zu können. Auf einer Sondersitzung kamen die Elternräte aller Schulen der Verbandsgemeinde zusammen und bildeten Arbeitsgruppen. In diesen sollen die Probleme dokumentiert werden. Im Vorfeld redeten sie mit Uwe Rößler, Geschäftsführer der RVW GmbH. Dieser war grundsätzlich gesprächsbereit und kooperativ, könne aber nur die ausgeschriebenen Forderungen bedienen und nach den finanziellen Mitteln Leistungen erbringen. Der Schulelternrat musste dies natürlich so akzeptieren und will sich nun an den Kreistag wenden. „Wenn das Geld nicht reicht für eine vernünftige Schülerbeförderung, muss der Landkreis mehr fördern“, so die Meinung der Eltern, denn schließlich ginge es hier um die Kinder.“

Benjamin Kobelt

Osterburg

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