Bau der Anlage in Stendal startet in zweiter Jahreshälfte

Weg zum neuen Caravanplatz freigesägt

Baumstümpfe ragen am Uchtewall in Stendal aus dem Boden.
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Bäume und Sträucher weichen: Wo sich momentan eine recht einfache Parkfläche in Stendal befindet, sollen künftig allein Wohnmobil und Caravan abgestellt werden können.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
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Die Arbeiten für den neuen Caravanplatz in Stendal beginnen in der zweiten Jahreshälfte 2021. Die Stadt hat schon einmal Sträucher und Bäume am Uchtewall kürzen oder gar entfernen lassen.

Stendal – Eine Frau rangiert ihren Wagen in die Lücke, es zieht sie mit den Kindern in den Tiergarten. Zwei Männer in Trainingsanzügen sind schon einen Schritt weiter, der Pkw ist verschlossen, wenig später drehen sie ihre Runden um den Stadtsee. Für die gerodeten Randstreifen auf dem Parkplatz P 2 am Uchtewall hatten sie alle kein Auge. Sträucher und Bäume auf dem Gelände fehlen ganz oder wurden stark beschnitten. Das Gelände befindet sich im Umbruch. „Die Arbeiten standen tatsächlich in Verbindung mit der Herrichtung des neuen Caravan-Stellplatzes“, bestätigt Stadtsprecher Armin Fischbach auf AZ-Anfrage. In der zweiten Jahreshälfte sollen die eigentlichen Arbeiten beginnen.

Der Caravan-Standort am Schützenplatz ist lange Zeit auch Ausbaufavorit gewesen. Die Diskussion über das Für und Wider zog sich in Stendal über mehrere Jahre hin.

Ingenieurbüro sitzt über Planentwurf

„Bislang steht lediglich der Standort fest, nachdem die Suche nach ebendiesem vor etwas mehr als einem Jahr noch einmal von vorn beginnen musste“, heißt es aus dem Stendaler Rathaus weiter. „Ein Ingenieurbüro ist mit der Entwurfsplanung beauftragt.“ Und: „Die konkreten Details sowie Modalitäten zur Bewirtschaftung stehen bislang noch nicht fest, weshalb hierzu derzeit noch keine Aussage abgegeben werden kann.“ Fest steht: Urlaub mit dem Wohnmobil liegt im Trend. Daran dürfte auch Corona letztendlich nichts großartig ändern können. „Angesichts dieser steigenden Popularität ist es für den Tourismus der Hansestadt Stendal wichtig, einen modernen und gut gelegenen Caravan-Stellplatz zu haben“, bringt es Fischbach auf den Punkt.

Standortfrage über Jahre diskutiert

Die Suche nach einem geeigneten Platz hat einige Jahre gedauert, immer wieder wurden Standorte von Politik und Verwaltung aufgelistet und bewertet. Zuletzt schaffte es das Areal nahe dem Stadtsee an die Spitze, obwohl es kleiner ist als die beiden Alternativen Bruchweg in der Innenstadt und Freizeitbad AltOa am Stadtrand in Richtung Uenglingen. Mit ausschlaggebend dürften die geringeren Kosten gewesen sein. Das Fachamt hatte, wie berichtet, Ausgaben hochgerechnet und Zahlen verglichen. Inwieweit die für den Uchtewall genannten knapp 280 000 Euro noch Bestand haben, muss sich zeigen. Auch war damals von neun Stellplätzen die Rede, das Areal ist ziemlich überschaubar.

Stadt überzeugt: Reiseform liegt im Trend

Einige Zeit lang galt auch der aktuelle Stendaler Caravan-Standort am Schützenplatz als Ausbaukandidat. Die Nutzungskonflikte, wie es hieß, ließen sich aber nicht ausräumen. Der Schützenplatz dient nicht zuletzt für Veranstaltungen, Zirkusleute schlagen dort in normalen Zeiten regelmäßig ihr Zelt auf, Schausteller bringen Fahrgeschäfte in Position. Auch meldeten Denkmalpfleger Bedenken an, Asphalt und Betonstein minderten die Qualität des Altstadtgrüngürtels an der früheren Wallanlage, hieß es. Der künftige Caravan-Stellplatz am Uchtewall befindet sich ziemlich idyllisch gelegen nahe Stadtsee und Tiergarten und ins historische Zentrum der Rolandstadt ist es nicht allzu weit.

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