Ministerpräsident Reiner Haseloff liebt Ausflüge mit offenem Verdeck

Im Cabrio nach Tangermünde

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Nur noch selten setzt sich Ministerpräsident Reiner Haseloff selbst ans Steuer.

Magdeburg/Altmark. Sommer, Sonne, Motorspaß: Es ist Urlaubszeit und damit Reisezeit. Das Auto bleibt für die meisten Deutschen das beliebteste Transportmittel für die Fahrt in die Ferien und auch ein selbstverständliches Freizeitvergnügen.

Einer Berufsgruppe bleibt diese Freiheit weitgehend verwehrt. Protokoll und Sicherheitsvorschriften bestimmen bei Spitzenpolitikern nicht nur den Tagesablauf.

Auch wie sie von einem Ort zum anderen kommen, ist streng geregelt. Ihre Dienstlimousinen sind rollende Büros. Mit ihren Fahrern verbringen sie mehr Zeit als mit der eigenen Ehefrau. Gibt es da für einen Ministerpräsidenten überhaupt Gelegenheit für einen Ausflug im privaten Auto? Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) erzählt gern von der Zeit vor seinem Amtsantritt, als er mit Ehefrau Gabriele im Cabrio das Land erkundete.

Keine Spritztour ohne Führerschein.

Im Mazda MX 5 ging es an Wochenenden oft von seiner Heimatstadt Wittenberg ins malerische Tangermünde, der Lieblingsstadt seiner Frau. Auch im Urlaub ließ sich das Paar mit offenem Verdeck gern den Wind um die Nase wehen. Die weitesten Touren gingen bis Italien. Der Wagen sei inzwischen fast 20 Jahre alt und unverwüstlich, sagt der 64-Jährige, stehe jetzt leider meist in der Garage. Für private Fahrten betreibe er „Car-Sharing“ mit seinem Sohn. „Mit seinem Auto geht’s zum Einkaufen, wenn der Kühlschrank nachgeladen werden muss“, so Haseloff.

Unverwüstlich war auch das erste Auto des damaligen Physikstudenten. Zehn Jahre hatte der Trabant 601 schon auf dem Buckel, als er ihn Mitte der 1970er Jahre für 8500 DDR-Mark erwarb. „Das war ein Super-Auto, sogar mit vier Gängen“, schmunzelt Haseloff. In den 1980ern wechselte er dann auf ein höherklassiges Modell. Der aus einem Unfallwagen wiederaufgebaute Wartburg mit ausgestellten Kotflügeln war sein ganzer Stolz. Seine ersten motorisierten Runden hatte der Wittenberger Ende der 1960er auf einem Simson „Star“, dem damaligen Kultmoped der DDR, gedreht.

Von Christian Wohlt

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