Nur rund 25 Ultraleichtflieger in Borstel zu Gast / Hersteller präsentiert neue Baureihe

C-42-Treffen vom Winde verweht

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Die C-42 ist ein Ultraleichtflugzeug. Vollgetankt und mit zwei Personen an Bord darf sie beim Start maximal 472,5 Kilo wiegen. Starke Windböen machten das Fliegen am Sonnabend gefährlich.

Stendal. „Man könnte sagen, der heutige Tag ist vom Winde verweht“, so Oberbürgermeister Klaus Schmotz in seinem Grußwort anlässlich des nunmehr achten C-42-Treffens am Borsteler Sportflugplatz.

Trotz der Sturmwarnung und der teils heftigen Böen waren allerdings rund 25 Piloten mit ihren Flugzeugen der Einladung in die Altmark gefolgt.

„Wir hatten mit etwa 50 bis 75 Flugzeugen gerechnet“, zeigt sich Sieghard Geyhler, Vorsitzender des Aero Club Stendal, von der Wetterlage enttäuscht. „Dass es uns mit dem Wetter gerade heute so trifft, ist nicht schön“, so Geyhler im AZ-Gespräch, „aber es ist eben so.“ Ursprünglich habe er geplant, den jüngsten und ältesten Piloten sowie die weiteste Anreise zu prämieren. „Aber bei so wenigen Teilnehmern müssen wir ein wenig improvisieren“, so der Vereinsvorsitzende.

Die anwesenden Teilnehmer kamen allerdings nicht nur aus dem Umland, sondern hatten teilweise eine mehrstündige Anreise hinter sich. Die Hobbypiloten Otto Lorentz, Paul Ketter und Uli Schabram haben den Weg aus Erkelenz bei Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen in die Altmark gefunden. „Paul und ich sind schon zum vierten Mal dabei“, erzählt Otto Lorentz. Für Uli Schabram war es die erste Teilnahme.

Lorentz selbst sei auf einer Flugausstellung in Magdeburg vor mehreren Jahren zum Treffen eingeladen worden. „Den Flugplatz Borstel kannte ich bis dahin nur aus der Luft“, erzählt Lorentz. Das Trio habe sich bereits Stendal angeschaut und sei auch in Tangermünde unterwegs gewesen. „Die Kameradschaft im Verein ist sehr gut und die Menschen in der Region sind sehr freundlich“, berichtet Lorentz von seinen Eindrücken. Für die Reise aus dem Rheinland in die Rolandstadt habe er mit seiner C-42 etwa zweieinhalb Stunden gebraucht.

Piloten und Gäste konnten am Samstag ebenfalls einen Blick auf ein nagelneues C-42-Modell werfen. Die Neuentwicklung trägt den Namenszusatz CS und erste Bestellungen sollen im Herbst ausgeliefert werden. „Die CS schafft bis zu 190 Stundenkilometer und ist auch bei bockigem Wind besser beherrschbar“, so Diplom-Ingenieur Jörg Hannemann, Mitarbeiter beim Hersteller Comco Ikarus. Die neue C-42 sei zudem mit einer Schleppvorrichtung für Segelflugzeuge ausgestattet und verbrauche weniger Sprit als vergleichbare Cessnas.

Von Mike Höpfner

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