Großes Interesse an Ausflug in die Heimat  / Westliche Altmark steht erst 2018 auf dem Fahrplan

Der Burgen-Bus erobert den Osten

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Askanische Markgrafen ließen die Burg Tangermünde anno 925 erbauen. Das Backsteingotik-Gebäude ist mit 115 mal 150 Metern eine der größten Höhenburgen Norddeutschlands.

Arneburg-Goldbeck/Osterburg. Erst der Osten, ist das Fazit des Arbeitskreises Albrecht der Bär nach seiner Tagung diese Woche in Werben.

Wegen den Weiten der Altmark und der Vielzahl ihrer geschichtsträchtigen Orte wird die Erste Historische Exkursion „Burgenlandschaft Altmark“ nach Ostern am 22. April der Auftakt für eine vorerst mindestens zweiteilige Veranstaltungsreihe sein. Eine organisierte Stippvisite zu Burgstandorten in der Westaltmark ist für 2018 geplant, teilt Mitorganisator Michael Schnelle der AZ am Freitag mit.

Eine „Burg“ der Neuzeit steht in Arneburg auf dem Programm.

Als Hauptorganisator des Ausflugs in die Heimat wirkt der Altmärkische Heimatbund in Kooperation mit besagtem Arbeitskreis, der auf seine vierte Wissenschaftsfachtagung im „Deutschen Haus“ in Werben verzichtet. Sondern mit Geschichtsfans auf prominent begleitete Tour geht, um weiter für die Wiedererrichtung des Albrechtsdenkmals in der weltkleinsten Hansestadt aktiv zu sein. Eine Bronzestatue zu Ehren des Begründers der Mark Brandenburg stiftete der Stadt Werben 1906 Kaiser Wilhelm zur 900-Jahr-Feier. Arbeitskreis und Heimatbund kämpfen dafür, dass das Nachfolge-Denkmal in drei Jahren zum 870. Gründungsjubiläum der Mark Brandenburg seinen würdigen Platz vor dem Romanischen Haus in Werben einnimmt, das als Wiege der Johanniter gilt.

In wenigen Tagen werden sich die Denkmal-Initiatoren in einer speziellen Bronze-Gießerei über wichtige Details ihres Vorhabens informieren. Anfang März werden Verantwortliche von Heimatbund und Arbeitskreis auf einer Pressekonferenz über den Stand ihrer Aktivitäten berichten. Auf ein nahezu überwältigend großes Interesse an der samstägigen Burg-Tour-Premiere könnten die Organisatoren allerdings schon jetzt blicken, berichtet Arbeitskreis-Verantwortlicher Schnelle.

Erste Station für die Historik-Reisegruppe wird die Kapelle St. Martin in Dobbrun sein. Dort wird Kreis-Museumschef Frank Hoche als Referent den ersten Rede-Auftritt des Tages leisten. Mit dem überregional renommierten Experte für die mittelalterliche Geschichte der Mark Brandenburg, Dr. Lutz Partenheimer wird Hoche auch für Informationen beim zweiten Halt in Osterburg sorgen. Im historischen Rathaus der Biesestadt sollen die Inschriften geschichtsrelevanter Holzbalken inspiziert werden. Stadtoberhaupt Nico Schulz ist von den Veranstaltern um ein Grußwort gebeten worden. Von der Biese geht es an dann die Elbe, wo in der Kaiserstadt Tangermünde Museumsleiterin Sigrid Brückner das Wort haben wird. Eine Stunde danach wollen die Burgen-Touristen in Arneburg eintreffen, um dem Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins Arneburg, Arne Könnecke, zuzuhören. Über die Bedeutsamkeit der Burg, die seit 2015 dank Aussichtsplattform über einen sehr neuzeitlichen Anbau verfügt, will auch Historiker Partenheimer Worte verlieren. Nach dem Mittagessen in der Burggaststätte nimmt der Burgen-Bus Kurs auf biesestädtisches Gebiet in Walsleben und Gladigau – beides Orte, die Heimatbund-Chef Norbert Lazay rhetorisch in Szene setzen wird. An der Kaffeetafel im „Dörpschen Krug“ endet die Fahrt.

Von Antje Mahrhold

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