Verdächtige sollen Waffen besitzen

Bundesweite Razzien: Reichsbürger im Visier

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Vorläufige Festnahme in Berlin-Moabit: Ein Verdächtiger wird, von einem Zivilbeamten bewacht, weggefahren.

dpa/mei Stuttgart. Bei den bundesweiten Durchsuchungen im Zusammenhang mit einer rechtsradikalen Gruppe ist in Baden-Württemberg ein 62 Jahre alter Mann aus Schwetzingen festgenommen worden. Das verlautete aus Sicherheitskreisen in Stuttgart.

Der Mann soll der Bewegung der „Reichsbürger“ nahestehen. Der 62-Jährige wird zusammen mit anderen Beschuldigten der Bildung einer terroristischen Vereinigung verdächtigt, die sich Waffen und Munition beschafft haben soll. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen insgesamt sieben Beschuldigte im Alter zwischen 35 und 66 Jahren.

Auch in der Altmark geraten sogenannte Reichsbürger verstärkt in den Fokus von Behörden und Verfassungsschutz. Sie wähnen sich als Angehörige eines „Deutschen Reiches“, leugnen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland und erkennen die Gültigkeit deutscher Gesetze nicht an. Reichsbürger verweigern die Zahlung von Steuern, Sozialabgaben und Bußgeldern und geraten so mitunter mit dem Gesetz in Konflikt. Sie sind teils in der rechten Szene verankert. Die Behörden gehen davon aus, dass in Sachsen-Anhalt ca. 100 Reichsbürger leben.

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