Bürgermeisterwahl Goldbeck

Nachfolger für Dobberkau steht am 14. März fest

Alexander Sanftleben nimmt Wahlschein im Wahllokal Schloss Bertkow entgegen.
+
Alexander Sanftleben (l.) nimmt seinen Wahlschein in Bertkow entgegen.
  • Antje Mahrhold
    vonAntje Mahrhold
    schließen

Goldbeck – Ohne Torsten Dobberkaus Namen auf dem Stimmzettel hat Goldbecks Wahlbeteiligung rund 20 Prozent eingebüßt.

Statt wie im September 2017 kreuzte dieses Mal mit 570 Wählern nicht einmal die Hälfte der 1185 Berechtigten mit. Vor knapp dreieinhalb Jahren begaben sich noch genau 262 mehr Wähler (69,6 %) an die Urnen. Unterm Strich hat der Wahltag der Uchtegemeinde auch kein klares Resultat beschert, weshalb am 14. März eine Stichwahl nötig wird.

Sieger stimmt nicht

Als einziger nicht für sich selbst mitstimmen konnte Stimmensieger Jürgen Lenski. 239 Wähler (42,2 %) votierten für den 71-Jährigen aus Eichstedt, dem wohnsitzbedingt kein Stimmzettel zugestanden hat. Wie sein Mitbewerber Christian Masche (48) aus Petersmark, auf den 169 Stimmen (29,9 %) entfielen, will der Rentner in knapp zwei Wochen erneut um die Nachfolge des Ende November aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Ex-Bürgermeisters buhlen. Dobberkau hatte als Amtsinhaber zuletzt fast 70 Prozent aller Stimmen geholt, obwohl seinerzeit noch ein Kandidat mehr als aktuell zur Wahl stand.

Dritte besser

Schon damals hatte Marion Eggert-Köppe (48) um den ehrenamtlichen Spitzenjob der Gemeinde Goldbeck gekämpft. An diesen Sonntag konnte die Möllendorferin 158 Voten auf sich vereinen, womit sie ihr Ergebnis im Vergleich zu 2017 um 43 Stimmen verbessern konnte. Für Eggert-Köppe kreuzten lediglich elf Wähler weniger als für Masche, der es in die Stichwahl geschafft hat. Und Stimmenabstand zwischen dem Zweitplatzierten aus Petersmark und dem Stimmensieger entspricht mit 70 Wählervoten fast exakt dem Alter des prominenten Bewerbers. Lenski ist bekanntlich nicht nur Vorsitzender der in Stendal ansässigen Altmärkischen Bürgerstiftung, sondern engagiert sich in der Kreisstadt in einer Vielzahl von Fördervereinen, etwa für das Theater der Altmark (TdA). Er gilt in Goldbeck zudem nicht nur als Favorit des Ex-Bürgermeisters, sondern kann auch auf Unterstützerkreise etwa aus Reihen des Goldbecker Zuckerhallen-Fördervereins zählen.

„Herz für Kinder“

Die AZ hat sich am Wahlsonntag in den Wahllokalen in Goldbeck und Bertkow umgehört, was sich die Einwohnerschaft vom neuen Bürgermeister wünscht. Dabei war überwiegend davon die Rede, dass der Nachfolger von Torsten Dobberkau „offen zu allem Neuen“ sein soll, ein Herz für Kinder haben solle und am besten genauso wie der bisherige Amtsinhaber sein soll. Für einige Wähler war der demokratische Akt mit Masken und Schutzwänden eine Art Familienausflug, wie etwa für Andrea Scharf, die mit Mutter Christel Leischke beim Wahlvorstand Anja Tetzel, Rita Schernikau, Laura Tetzel und Marcel Dräger in der Goldbecker Grundschule angekreuzt hat. Die Wahlurne dort hatte Wahlhelferin Patricia Köppe im Blick.

Im zweiten Wahllokal, im Bertkower Schloss, fungierten Patrick Seibke, Benjamin Prigge, Tobias Treczoks und Andreas Schmidt als Wahlvorstand, der für 229 Wahlberechtigte aus Plätz und Bertkow zuständig war. Im Wahllokal Goldbeck gab laut Angaben von dort 958 Wahlberechtigte aus Goldbeck, Möllendorf und Petersmark. Erste Wähler trafen gegen 8.15 Uhr ein. Erstmals mitabstimmen durften auch Erstwähler mit 16 Jahren.

Besser als zuletzt

Im Vergleich zu jüngsten Bürgermeisterwahlen braucht sich Goldbeck (49,9 %) nicht verstecken. Im Januar 2019 betrug die Beteiligungsquote in Iden 41,3 Prozent, in Hassel 30,6 % und in Hohenberg-Krusemark 38,7 %. Allerdings hatten die Gemeindechefs Norbert Kuhlmann, Alf Diedrich und Dirk Kautz auch jeweils keine Mitbewerber.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare