„Architekt ist längst beauftragt“

Bürgermeister reagiert auf Spielplatz-Offensive der BI Arneburg

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Auf dem Pausenhof der Grundschule an der Elbstraße befindet sich ein Spielplatz, der für Kinder und Eltern öffentlich zugänglich ist, betont der Bürgermeister.

Arneburg – Verwundert habe Lothar Riedinger (CDU) in der AZ von der Spielplatz-Offensive eines Teils seiner Stadtratskollegen erfahren.

Zum Plan der von Karen Galster geleiteten Fraktion „Bürgerinitiative Arneburg“ (BI) auf dem städtischen Grundstück am Anger eine öffentliche Tobezone mit Burgblick schaffen zu wollen – auch weil es in der Elbestadt keinen Spielplatz gebe – stellt der Bürgermeister Dienstagmittag jedenfalls klar: „Wir haben an der Grundschule Arneburg einen öffentlich zugänglichen Spielplatz. “ Das Areal sei auch an den Wochenenden sowie an Feiertagen nutzbar. Es verfüge lediglich nicht über spezielle Angebote für Kleinkinder.

„Wir haben in Arneburg bereits einen öffentlichen Spielplatz.“Lothar Riedinger,Bürgermeister

Riedinger sei über den Vorstoß der BI-Räte Carsten Sommer, Frank Schumacher, Jörg Heiden und Darwin Proft auch deshalb verwundert, weil das Gremium Kenntnis von einem erst jüngst gefassten Stadtratsbeschluss haben müsse. So sei gerade vor wenigen Wochen festgelegt worden, dass ein Gartenarchitekt aus der Ostaltmark einen Entwurf für eine am Anger geplante „Arneburger Spiel- und Spaßoase“ verfassen soll. Ein entsprechender Beschluss sei in dieser Sitzung vom Stadtrat ausgelöst worden, erinnert Riedinger. „Der Gartenarchitekt hat doch schon längst den Auftrag“, erklärt Riedinger. Und betont, dass die Pläne des Experten genau das Areal betreffen, für das die BI am Freitag in einem Pressetermin vor Ort einen Entwurf vorgestellt hatte. Dieser ist von Göran Fenn aus Klietz verfasst worden und in Zusammenarbeit mit der Tagesstätte „Elb-räuber“ erfolgt, in der es dafür im Juni eine Kinder-Umfrage gab (AZ berichtete).

Der beauftragte Gartenarchitekt werde seinen Entwurf für die „Spiel- und Spaß-Oase“ aller Voraussicht nach noch im November/Dezember 2019 vorstellen, kündigt das Stadtoberhaupt an. Er erinnert, dass die Stadt das betreffende Grundstück seinerzeit extra angeschafft habe, um dort einen öffentlichen Freizeitbereich zu errichten. „Dafür haben wir das Grundstück doch extra gekauft“, erklärt Riedinger.

Das leicht abschüssige Gelände ist laut BI etwa 2000 bis 3000 Quadratmeter groß. Es sei vor einigen Jahren als Fläche für einen Parkplatz vorgesehen gewesen. Dann hätten am Anger als Zubringer zu Burggaststätte und Aussichtsplattform auch Reisebusse parken können. In unmittelbarer Nähe sei aber auch schon einmal ein Fahrstuhl geplant gewesen, der Besuchern den anspruchsvollen Weg auf den Burgberg erleichtern sollte.

VON ANTJE MAHRHOLD

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