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Buchsbaum-Expertin gibt Tipps zur Frühlingspflege

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Von: Lisa Maria Krause

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Henning schneidet einen Buchbaum in Form.
Jetzt ist die rechte Zeit, um Buchsbäume in Kübeln raus zu stellen und die Zierpflanze zu pflegen, erklärt Hiltrud Henning. © Privat

Umso weniger Frost, umso mehr beginnt die Arbeit im Freien für Menschen mit einem grünen Daumen. Hiltrud Henning, Vorstandsmitglied der Deutschen Buchsbaumgesellschaft, gibt Tipps zur ersten Pflege ihrer Lieblingspfanze im Frühling.

Stendal/Volgfelde - Bei dem seit Jahrhunderten kultivierten Ziergewächs gibt es einiges zu beachten.

Allein schon beim Rausstellen von Buchsbäumen in Kübeln müssen Besitzer auf das Wetter schauen. Es sollte keinen Frost mehr geben und der erste Platz sollte weder zu windig noch zu sonnig sein, erklärt Henning. „Buchs sollte vorerst einige Tage an einem geschützten halbschattigen Ort im Freien stehen, bevor er an seinen vorgesehenen Platz kommt“, fügt die Volgfelderin an.

Moos und anderer Wildwuchs müsse entfernt und die Erde aufgelockert werden. Auch Gießen ist nicht zu vergessen. Da der Buchsbaum auf das Wasser- und Nährstoffangebot des Gärtners angewiesen ist, empfiehlt Henning eine moderate Düngergabe und möglicherweise Nachschub im Sommer. Dabei sollte die Topferde feucht sein.

Henning verteilt die Mischung mit einem Sieb.
Eine Mischung aus Algenkalk und Urgesteinmehl hilft laut der Expertin gegen den Buchsbaum-Züngler. © Privat

Auch erinnert sie daran, dass die Blätter der Pflanze mit einer eins zu eins Mischung aus Algenkalk und Urgesteinmehl bestäubt werden sollte, um überwinterten Jungraupen des Schädlings Buchsbaum-Züngler das Fressen unmöglich zu machen. Die Mischung soll ihre Kauwerkzeuge beschädigen.

Falls im Spätsommer des Vorjahres nicht geschnitten wurde, sei auch das Schneiden des Buchsbaumes angebracht. Dabei sollen vertrocknete Blätter und mögliche Raupen entfernt werden. „Grundsätzlich ist jegliches Schnittgut zu entfernen. Damit durch das Abharken nicht so viel Erde verloren geht und keine Wurzeln freigelegt werden, leistet ein Laubsauger gute Dienste.“ Der Schnitt rege auch den neuen Austrieb an, weshalb danach gewässert werden sollte, erklärt Henning.

Eine Harke in einem Kübel.
Moos und Laub sollten aus den Kübeln entfernt werden. © Privat

Derzeit wäre auch ein guter Zeitpunkt für eine „Verjüngungskur“, also einen Formschnitt, wie die Buchsbaum-Expertin erinnert. Dafür empfiehlt sie vorerst ein behutsames Schneiden. Für eine bestimmte Form solle sich ein oder zwei Jahre Zeit gelassen werden, damit der Baum hineinwächst. „Buchsbaum ist nichts für Ungeduldige.“

Auch das Innere des Gewächses will Henning nicht vergessen wissen: Das darin angesammelte trockene Laub von früheren Schnitten und natürlichen Prozessen solle entfernt werden, mahnt sie. Das beugt Pilzbefall im Sommer vor und sorge für eine gute Durchlüftung der Pflanze. Nur, weil der Buchsbaum nun auch einen Schädling habe, solle er nicht verteufelt werden, sagt Henning.

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