Ersatzneubau notwendig, weil Vollsperrung droht

Bröckelbauwerk trägt nicht mehr

Die neue Nicolai-Brücke soll rund 447 000 Euro kosten. Ihr Neubau ist nötig, weil der Zustand des alten Bauwerks als ungenügend eingeschätzt wurde. Foto: Mahrhold

Stendal. Fraßwunden an den Trägerflanschen, Korrosionsschäden an den Querbewehrungen – die Uchte-Brücke Nicolaistraße bröckelt (AZ berichtete).

Weil die „Dauerhaftigkeit“ der Überführung nicht mehr gegeben sei, listet der Haushalt der Hansestadt einen Brocken von rund 447 000 Euro auf, damit das Bauprogramm für den Ersatz der maroden Verbindung gestartet werden kann.

Wenn Stendals Stadtentwicklungsausschuss unter Vorsitz von Katrin Habendorf (CDU/Landgemeinden) am 25. Januar grünes Licht erteilt und die Entwurfsplanung absegnet, wird die Grundlage für die Realisierung des dringenden Ersatz gelegt sein.

Wie berichtet, hatte eine Hauptuntersuchung im Herbst 2011 die immense Schadenslage offenbart. Daraufhin war die Tragfähigkeit der Brücke auf 16 Tonnen herabgestuft worden. „Bereits bei einer geringfügigen Verschlechterung des Zustandes ist eine Vollsperrung erforderlich“, begründet das Tiefbauamt die Notwendigkeit der Investition. Sie wird aus dem Förderprogramm städtebaulicher Denkmalschutz „Altstadtkern“ finanziert.

So ersetzt die alte, im Balken-Platten-Mischsystem errichtete Brücke ein Neubau, der auf Großbohrpfähle gegründet wird. Die Stützweite misst 11,21 Meter, die lichte Weite erstreckt sich über 9,70 Meter. Zwei Fahrspuren entstehen, die jeweils 3,75 Meter breit sind. Für die Gehwege auf beiden Seiten haben die Brückenplaner eine Breite von 2,75 Meter vorgesehen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Dimension der lichten Höhe gelegt. Sie sei mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz, Flussbereich Osterburg, hinsichtlich des Hochwasser-Abflusses abgestimmt worden.

Von Antje Mahrhold

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