Stendal lässt Blumen sprießen und greift für den Frühling in die Kasse / Grünpfleger eilen von Beet zu Beet

„Bringen erste Farbtupfer in die Stadt“

Eine gelbe Linie: Die Fläche entlang der Straße Altes Dorf gehört dieser Tage den Narzissen.

Stendal. Die Hansestadt holt sich den Frühling an die Straßen und auf die Plätze, egal, ob die Sonne vom blauen Himmel lacht oder sich hinter Wolken versteckt. „Blumen sind Frühlingsboten und bringen nach der Winterzeit meist die ersten Farbtupfer in die Stadt.

Die Oberfläche des Wasserspiels muss stimmen.

Viele Menschen freuen sich darüber, das Stadtbild verschönert sich. Grund genug, hier etwas zu tun, auch wenn es Geld kostet“, weiß Rathaussprecher Klaus Ortmann. Viele Tausend Blumen sind in den Erdboden gesetzt. Die Ausgaben pro Jahr seien unterschiedlich. 2016 lagen diese für Blumenzwiebeln, inklusive des maschinellen Pflanzens, bei annähernd 5000 Euro. Hinzu kamen die Kosten für Sträucher und Bäume in Höhe von etwa 8000 Euro. Für dieses Jahr lasse sich noch kein Strich ziehen, die Ausgaben dürften sich allerdings in ähnlichem Rahmen bewegen.

Weiße Wellen aus Frühblühern durchziehen den August-Bebel-Park am Ostwall.

Im Bereich Altes Dorf stehen Narzissen, an der Hospitalstraße, im August-Bebel-Park und am Kastanienweg jeweils eine Mischung aus Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, am Stadtsee, am Tangermünder Tor, am Freizeitbad Altoa und auf dem Mönchskirchhof ebenfalls, nur, dass statt der Hyazinthen dort Krokusse dazugehören. „Im August-Bebel-Park und im Röxer Park wurden zudem Scilla, Blausterne, gesteckt“, zählt ein Stadtsprecher, der in diesem Moment auch ein Stück weit Botaniker sein muss, auf. Und das seien nur die Stellen in der Stadt, wo es dieser Tage besonders üppig blühe oder noch blühen werde. Ein Großteil der Arbeiten erledigt der städtische Bauhof, da und dort helfen ortsansässige Gartenbaufirmen.

René Brandenburger, Mitarbeiter einer Stendaler Firma, bereitet Beete an der Parkstraße vor. Heute wird gepflanzt.

Am Gehweg der Parkstraße haben Mitarbeiter des Bauhofes zusätzlich vier Beete angelegt. Ortmann: „Ein Stendaler Gartenbauunternehmen wird sie mit 568 winterharten, blühenden Stauden und zwischen den Stauden als Frühjahrsbepflanzung mit 800 Stiefmütterchen und als Sommerbepflanzung mit verschiedenen Sommerblumen bepflanzen.“ Die Blumenschalen in der Fußgängerzone Breite Straße und das Beet in der Marienkirchstraße werden mit weiteren 800 Stiefmütterchen und später mit Surfinia (Petunien) bestückt.

Wer die Treppe zum Eingang des Uenglinger Tores hochgeht, sieht das auch aus Blumen geformte Stendaler Wappen besonders gut.

„Es ginge sicher noch einiges mehr an Stadtgrün und auch Wasserspielen. Leider sind immer wieder Zeitgenossen am Werke, die durch Vandalismus die Kosten in die Höhe treiben.“ Dennoch habe die Stadt in den vergangenen Jahren viel Grün und Blumenschmuck hinzubekommen. „Das überaus erfreuliche Spendenaufkommen aus der Bürgerschaft für das Wasserspiel auf dem Marktplatz dokumentiert das große Interesse der Einwohner, selbst neben dem Steueraufkommen noch einen persönlichen Beitrag zu leisten für ihre Stadt.“ Neben dem Springbrunnen am Sperlingsberg und dem Wasserspiel auf dem Marktplatz, das schon bald installiert sein soll, verfügt die Hanse- und Rolandstadt über keine größeren Anlagen dieser Art.

Von Marco Hertzfeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare