„Umweltschutz für viele ein Fremdwort“

Stendaler Ortsteil räumt auf: „Brauchen mehr Kontrollen und auch härtere Strafen“

Freiwillig in der Freizeit im Einsatz: Mehr als Dutzend Wahrburger folgte dem Aufruf von Ortsbürgermeisterin Carola Radtke. Säckeweise fand sich Unrat in der Nähe in des Friedhofs.
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Freiwillig in der Freizeit im Einsatz: Mehr als Dutzend Wahrburger folgte dem Aufruf von Ortsbürgermeisterin Carola Radtke. Säckeweise fand sich Unrat in der Nähe in des Friedhofs.

ra Wahrburg. Tatkräftig im Einsatz gegen Vandalismus und Ilegalmüll ist am Samstagvormittag freiwillig und ehrenamtlich mehr als ein Dutzend Ortsteilbewohner auf den Beinen gewesen.

Gemeinde-Oberhaupt Carola Radtke hatte aufgerufen, nahe des Friedhofs reinigend aktiv zu werden. Umweltschutz sei doch mittlerweile für viele Zeitgenossen leider ein Fremdwort, erklärten die Helfer. Das stört auch Anwohner Peter Jeding. Er wünscht sich mehr Kontrollen durch die Ordnungsbehörden und auch härtere Strafen, erklärte der Wahrburger der AZ. Die Helferschar verpackte den Unrat in blaue Abfallsäcke. Gefunden wurde fast alles, besonders skurrile Objekte waren eine Zahnprothese, eine Toilettenschüssel samt Deckel sowie tütenweise gebrauchte Babywindeln und diverse Glasflaschen. Auch wurden fabrikneue Gummistiefel sowie eine Reihe von Fässern aus Plastik und sogar ein Fernseher aus Sträuchern und von Wegesrändern beseitigt.

Wahrburgs Ortsbürgermeisterin bedankt sich bei allen Helfern. Sie hatte dafür sorgen lassen, dass eine Verpflegung gereicht wurde. „Wer arbeitet, muss sich auch stärken“, sagte Radtke. So fanden Bock- und Bratwurst ihre Abnehmer, während der Stendaler Ortsteil ein Stück sauberer wurde und seinem 680. Geburtstag in zwei Jahren entgegensieht.

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