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Brandgefährliches Wetter

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Wenn es in den Wäldern des Landkreises Stendal brennt, sind die Feuerwehren für die Wasserversorgung vor allem auf Tanklöschfahrzeuge angewiesen. Bei Großbränden werden auch Güllewagen von Bauern hinzugezogen. © Ph. Schulze

Stendal. Jetzt wird es brandgefährlich. Wegen der langen Trockenheit ist der Oberboden der großen Kiefernforsten ausgetrocknet, die 80 Prozent der Waldfläche im Landkreis Stendal bedecken. Ein Funke genügt, um – angefacht durch den Wind – einen Großbrand auszulösen.

Ab heute gilt deshalb im Landkreis Stendal die höchste Waldbrandwarnstufe vier.

„Das bedeutet, dass das Betreten der Wälder abseits öffentlicher Wege verboten ist“, sagt Michael Germer von der Kreisverwaltung. Schon seit Mitte Februar darf nicht mehr im Wald geraucht werden. Fahrzeuge mit Katalysator sollten nicht auf brennbarem Untergrund abgestellt werden. „Die Wege sollten nicht zugeparkt werden, damit Feuerwehrfahrzeuge durchkommen“, mahnt Germer.

Die Wehren sind vor allem auf Tanklöschfahrzeuge angewiesen. „Wenn nötig, werden auch Bauern angesprochen, ihre Güllewagen zur Verfügung zu stellen“, sagt Kreisbrandmeister Dieter Bolle.

Fünf Kameras in Klietz, Genthin, auf dem Landsberg bei Brunkau, in Zichtau und Genzien wachen über die gefährdeten Forsten. „Die Detektoren zeigen, wo es optische Verdunkelungen gibt“, erklärt Germer. „Operatoren in den Zentralen in Klötze und Genthin zoomen das Bild dann näher ran.“

Bis zum 15. Mai wurden auch wieder sogenannte Wundstreifen an den Landes-, Bundes- und vielbefahrenen Kreisstraßen gepflügt. Sie sollen verhindern, dass Zigaretten von Autofahrern einen Brand auslösen.

Von Gerhard Sternitzke

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