Vorstand der Altmärkischen Bürgerstiftung legt Amt nieder / September-Entscheid zurückgehalten

„Brachten Stiftung zum Laufen“

Nur noch 72 Stunden im Amt: Dr. Henning Richter-Mendau, Sylvia Gohsrich (M.) und Sybille Stegemann traten zurück. Foto: privat

Stendal. Wechsel an der Spitze der Altmärkischen Bürgerstiftung Hansestadt Stendal: Das am 6. Juli 2011 gleich nach dem Gründungsakt der vierten Bürgerstiftung Sachsen-Anhalts ins Amt gewählte Führungstrio hat seine Posten zum 31.  Dezember 2012 niedergelegt.

„Der gesamte Vorstand (. . . ) ist zurückgetreten“, schreibt Sybille Stegemann gestern Mittag in einer E-Mail. Und verweist auch im Namen ihrer Noch-Amtskollegin Sylvia Gohsrich und Noch-Vorstandsvorsitzenden Dr. Henning Richter-Mendau auf den Einsatz der drei Aktiven, die „die Stiftung in jedweder Hinsicht zum Laufen“ gebracht hätten.

„Es fällt uns nicht leicht“, gesteht Richter-Mendau der AZ am Telefon. Es seien „die Umstände“ gewesen, die ihn, Stegemann und Gohsrich bereits im September auf einem Treffen mit dem Stiftungsrat, den Hennig von Katte von Lucke führt, zum kollektiven Rücktritt bewogen hätten. „Um der Stiftung nicht zu schaden“, wie Richter-Mendau der AZ erklärt, habe das Trio seinen Entschluss bis gestern zurückgehalten.

Stendals scheidender Bürgerstiftungsrats-Chef lege aber große Hoffnung in seinen Nachfolger. Das dann ebenfalls dreiköpfige Führungsgespann werde die Geschäfte der Institution ab Januar übernehmen. Dennoch mache den Noch-Stiftungsratschef die jüngste Entwicklung betroffen. Richter-Mendau erinnert die viele Freizeit, die er mit seinen zwei Kolleginnen investiert habe. So seien die Grundvoraussetzungen, wie das Anschaffen eines Tresors und Stempels sowie Einrichten eines Büros und einer Internetseite erst geschaffen worden. Nun habe der Rolandstädter dem Landesverwaltungsamt den Führungswechsel angezeigt.

84 Gründungsstifter hatten für die gute Sache gezeichnet – und ihr Geld gegeben. 83 700 Euro, vorwiegend von Altmärkern, aber auch aus Köln, Hamburg und Italien, flossen so in den Kapitalstock der Stiftung.

Von Antje Mahrhold

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