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Borstel: Neuer Tanker erfreut Brandschützer

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Von: Stefan Hartmann

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Ein TLF 3000 steht in einer Halle.
Eine kleine Sonderanfertigung: Für gewöhnlich bietet ein TLF 3000 nur Platz für einen Trupp. In dem neuen Fahrzeug ist eine Staffelkabine verbaut. © Stefan Hartmann

Es hat ein wenig gedauert, aber Ulm hat pünktlich geliefert: Das langersehnte Tanklöschfahrzeug 3000 ist in Stendal angekommen. Ende Februar oder Anfang März soll es dann in der Ortsfeuerwehr Borstel stationiert werden. 

Stendal / Borstel – Das neue und neuartige TLF 3000 ist nach langer Wartezeit pünktlich bei der Feuerwehr Stendal eingetroffen. In Dienst gestellt werden kann das Tanklöschfahrzeug jedoch noch nicht. Einige Teile der Beladung sind nicht lieferbar.

Zwei Feuerwehrmänner markieren Ausrüstungsgegenstände.
Die Gerätewarte Dirk Ebel (l). und Holger Wothe markieren jedes Ausrüstungsteil mit Strichcodes. © Stefan Hartmann

Lange soll es jedoch nicht mehr dauern, erklären die Feuerwehrleute, die sorgsam die Beschriftung aufkleben und die Beladung mit Strichcodes versehen, damit sie später dem Fahrzeug zugeordnet werden kann. Voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März soll das neue Auto der Brandschützer seinen Dienst antreten. Stehen soll es dann in Borstel, wie die Aufkleber an den Türen bereits jetzt verraten.

Gerätewart Stefan Ptak bringt die Aufkleber mit den Ortsnamen an die Tür eines Feuerwehrfahrzeuges an.
Stefan Ptak sorgt für die Beschriftung. © Stefan Hartmann

Die Feuerwehrleute sind sichtlich stolz auf den rund 16 Tonnen schweren Koloss. Knapp sieben Stunden reine Fahrzeit haben sie gebraucht, um das TLF aus dem Werk in Ulm bis nach Stendal zu fahren. Mehrere Tankpausen kamen dazu, denn es passen nur 130 Liter Diesel hinein. Bedeutend größer ist der Wassertank: Er fasst 4000 Liter, auch wenn der Name 3000 annehmen lässt. Ebenso ungewöhnlich ist die Kabine. Die meisten Fahrzeuge des Typs TLF 3000 haben nur Platz für einen Feuerwehrtrupp, der aus zwei Leuten plus Fahrer besteht. Ausgeliefert wurde das neue Fahrzeug jedoch mit einer Staffelkabine, also ein Einsatzteam aus sechs Personen. Das ist eine neue Bauweise, aber keine einzigartige, wie Gerätewart Dirk Ebel erklärt. Am selben Tag, an dem auch die Stendaler ihr TLF abholten, fuhren mehrere gleichartige aus dem Ulmer Werk.

Die Pumpe eines Feuerwehrfahrzeuges.
Die Pumpe im Heck des Fahrzeuges ist einfach zu bedienen und erreicht bis zu 17 Bar Druck. © Stefan Hartmann

Aber auch sonst ist das neue TLF mehr als ein großer Wassereimer auf Rädern, wie es im Feuerwehr-Jargon manchmal genannt wird. Beladen ist es für eine vollständige Einsatzgruppe. Eine Vielzahl von Schläuchen, Strahlrohren, Atemschutzgeräten und technischen Geräten machen die Ausrüstung komplett. Mittlerweile fast schon Standard ist der pneumatische Lichtmast. Während früher noch ein Feuerwehrkamerad auf das Dach eines Autos steigen musste, um die Scheinwerfer aufzubauen und auszurichten, passiert das mittlerweile per Luftdruck. Der Maschinist und Fahrer kann dann per Fernbedienung an seiner Pumpe stehen bleiben und bei Bedarf andere Bereiche der Einsatzstelle ausleuchten.

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