Nichts ging mehr in Stendal / Gegenstand harmlos

Bombenalarm am Stendaler Bahnhof

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Der Stendaler Bahnhof konnte am Dienstag von kurz nach 21 Uhr bis 0.30 nicht genutzt werden. Eine Bombe wurde im Gleisbett vermutet, es handelte sich aber um einen harmlosen Druckluftausgleichsbehälter. Insgesamt 20 Züge hatten Verspätung. 

Stendal – Die Deutsche Bahn meldete am Dienstag um 21. 07 Uhr, dass sich in den Gleisanlagen des Stendaler Bahnhofs eine Fliegerbombe befinden könnte.

Die angerückten Bundespolizisten sowie örtliche Ordnungshüter sperrten das komplette Gelände sofort ab – kein Zug durfte mehr rein- oder rausfahren. Der angeforderte Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte kurz vor Mitternacht Entwarnung geben.

Von dem bei Gleisbauarbeiten entdeckten Gegenstand ging keine Gefahr aus. Es handelte sich um einen Druckluftausgleichsbehälter für Weichenanlagen. Er habe aber historischen Charakter, die Konstruktion stamme noch aus der Vorkriegszeit.

Wie die Bundespolizei auf Nachfrage der Altmark-Zeitung weiter informierte, konnte der normale Betrieb im Stendaler Bahnhof gestern ab 0.30 Uhr wieder aufgenommen werden. Reisende mussten aber Verspätungen in Kauf nehmen. Dies betraf 20 Züge, die Dienstagnacht den Bahnhof nicht wie gewohnt befahren konnten. Die zuständige Bundespolizei hat auch ausgerechnet, wie hoch die Verspätungen durch den vermeintlichen Bombeneinsatz insgesamt ausfielen.

Es handelte sich unterm Strich um exakt 1.350 Minuten, wie die Beamten gestern Nachmittag abschließend erklärten.

VON Christian Ziems

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