Kunert (Linke) holt meiste Stimmen

CDU bleibt stärkste Kraft

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Die Ergebnisse der Wahl werden immer wieder aktualisiert und vom Landkreis auf eine Leinwand projiziert. Mehrere Stendaler waren bis in die Abendstunden im Stadthaus. Foto: Höpfner

mei Stendal. Erwartungsgemäß war die Stendaler Stadtratswahl gestern Abend erst sehr spät ausgezählt, sodass bis Redaktionsschluss erst die Ergebnisse von 25 der 40 Wahlbezirke vorlagen. Dennoch zeichnete sich gegen 22.

20 Uhr ab, dass die CDU stärkste Kraft bleibt und vermutlich sogar noch zugelegt hat. In den 25 von 40 ausgezählten Wahlbezirken erreichte sie 46,5 Prozent der Stimmen (19 Sitze), gefolgt von den Linken (25,8 / 10 Sitze) und der SPD (17,2 / 7 Sitze). FDP (3,2), Grüne (2,5) und Piraten (2,4) holten damit je einen Sitz und könnten ihre Kandidaten Dr. Marcus Faber, Silvia Gohsrich und Olaf Lincke in den Stadtrat entsenden. Die Einzelbewerber Carola Radtke bleibt nach dem Zwischenstand im Rat, Elisabeth Glöß hat es danach nicht geschafft. Die Wahlbeteiligung für die Stadtratswahl lag bei 30,9 Prozent.

Derzeit besetzt die CDU im Stendaler Stadtparlament 14 Sitze, die Linken elf, die SPD neun, die FDP drei sowie Grüne und Zentrum jeweils einen Sitz. Einzelkandidatin Carola Radtke konnte bei der Kommunalwahl 2009 ebenfalls ein Mandat erreichen und müsste es nach dem Zwischenstand bis Redaktionsschluss nicht abgeben.

Die meisten Stimmen holte laut Zwischenergebnis aber kein Christdemokrat, sondern Stendals prominente Bundestagsabgeordnete der Linken, Katrin Kunert. Sie konnte bei 24 von 40 ausgezählten Wahlbezirken schon 1279 Stimmen auf sich vereinigen und sitzt damit sicher im Stendaler Stadtrat. Bei den Christdemokraten konnte Hardy-Peter Güssau mit 889 Stimmen am meisten punkten. Bei der SPD lagen Reiner Instenberg (307) und Dr. Herbert Wollmann (292) in etwa gleichauf.

Wer nach dem Zwischenergebnis im Stadtrat sitzen würde, lesen Sie im Infokasten unten. Die Angaben sind jedoch noch unverbindlich, da nicht alle Bezirke ausgezählt waren. Das vorläufige Endergebnis in unserer morgigen Ausgabe.

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