73 im Vorjahr / Verwaltung gibt Tipps, wie eine Weiterverbreitung verhindert werden kann

Bislang 34 Krätzefälle im Landkreis

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Bei einer Krätze-Erkrankung sollte laut Landkreis Stendal unverzüglich ein Hautarzt aufgesucht werden.

Stendal. Seit mehreren Jahren ist die Krätze wieder ein aktuelles Thema. „Der Anstieg der Krätzefälle erfolgte von 2014 zum Jahr 2015 und stagniert seither auf gleichem Niveau.

Diese Situation ist an sich nicht gefährlich, stellt aber eine beachtenswerte Entwicklung dar, der mit entsprechenden Aufklärungen begegnet werden muss, um einer Weiterverbreitung entgegenzuwirken“, wie Angela Vogel, Sprecherin des Landkreises, der AZ mitteilt.

Bis zum 22. März dieses Jahres gab es insgesamt 34 Meldungen, darunter vier von Kitas, neun von Schulen, fünf aus anderen Gemeinschaftseinrichtungen sowie 16 bei Kontaktpersonen. Einzelfälle sind im Gesundheitsamt nicht meldepflichtig, es besteht erst eine Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn mindestens zwei zusammenhängende Fälle aufgetreten sind. Eine Ausnahme sind Kitas, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen wie zum Beispiel Seniorenheime. Im Jahr 2017 gab es 73 gemeldete Fälle im Landkreis Stendal, 2016 waren es 72.

Grundsätzlich sollte bei einer Erkrankung unverzüglich ein Hautarzt aufgesucht werden, so der Landkreis. Einer Weiterverbreitung der Krätze kann jeder Betroffene entgegenwirken, indem folgende allgemeine Maßnahmen durchgeführt werden. Bettwäsche und Kleidung sollten bei 60 Grad Celsius gewaschen oder mindestens vier Tage lang gelüftet werden, damit die möglicherweise darin enthaltenen Krätzmilben, die maximal drei Tage ohne Wirt überleben, absterben. Ebenfalls praktikabel ist das Aufbewahren der milbenbefallenen Textilien, Schuhe oder Gegenstände in Plastiksäcken über drei bis vier Tage. Auch das Einfrieren in der Tiefkühltruhe tötet die Krätzmilben effektiv ab, hier reichen bereits 24 Stunden aus. Betten, Sessel, Teppiche und Fußböden sollten zudem gründlich mit dem Staubsauger abgesaugt werden.

Von Mike Höpfner

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