Günter Hörnke (82) soll Ehrenmitglied der Altmark-Feuerwehrhistoriker werden

Bienenhafter Floriansjünger legt das Werkzeug beiseite

Günter Hörnke kennt so gut wie jedes Ausstellungsstück im Landesfeuerwehrmuseum. Die ausrangierten Feuermelder an der Wand seien für die Besucher immer besonders interessant, meint der 82-Jährige.

Stendal. „Hier gibt es immer etwas zu tun“, sagt Günter Hörnke und blickt auf die Uhr. Für den Vormittag hat sich eine Besuchergruppe im Landesfeuerwehrmuseum in Stendal angemeldet.

Der 82-Jährige überlegt doch tatsächlich, ob er die paar Minuten bis dahin in der Fahrzeughalle ruhig abwartet oder doch noch einmal schnell zum Werkzeug greift. So kennen und schätzen ihn die Vereinsfreunde der Arbeitsgemeinschaft (AG) Feuerwehrhistorik. Seit annähernd 30 Jahren ist der gelernte Schmied und einstige Kraftfahrer mit viel Herzblut dabei. Im nächsten Jahr will der gebürtige Rolandstädter deutlich kürzertreten. Leiter Michael Schneider möchte den verdienten Kameraden 2013 zum Ehrenmitglied ernennen.

Acht größere und zwei kleinere historische Fahrzeuge stehen momentan in der großen Halle. Den Magirus, Baujahr 1940, hat Hörnke, der in Möringen wohnt, besonders ins Herz geschlossen. Das Fahrzeug hat unter anderem in Berlin, Rostock und Schönebeck/Elbe gedient oder vielleicht auch später allein dem Auge eines Sammlers gefallen. Seit Anfang 1982 befindet es sich jedenfalls in Stendal und der rüstige Rentner fühlt sich noch immer verantwortlich. Der Ostaltmärker ähnelt einem Lexikon und teilt sein Wissen gern mit den Gästen des besonderen Museums an der Arneburger Straße.

Hannelore Freitag kennt den Weg nach Stendal. Die Vorsitzende des Rassegeflügelvereins Groß Schwarzlosen und Umgebung hat sieben Mitglieder des befreundeten Vereins aus Rotenburg (Wümme) mitgebracht. Die Partnerschaft mit den Niedersachsen besteht seit über zwei Jahrzehnten. „Unsere Gäste wollten einmal das Feuerwehrmuseum sehen und der Bitte kommen wir natürlich gern nach“, so Freitag zur AZ.

Niedersachse Johann Dreyer berichtet den Hobbyfeuerwehrhistorikern, dass es in Mulmshorn, einer Gemeinde, die zur Kreisstadt Rotenburg (Wümme) gehört, seit gut vier Monaten eine Ortsbrandmeisterin gibt. Eine Frau hat das Kommando. Ob es etwas Vergleichbares auch im Landkreis Stendal oder bei den Nachbarn im Altmarkkreis Salzwedel gibt, konnten die Ostaltmärker an diesem Tag nicht zweifelsfrei beantworten.

Von Marco Hertzfeld

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