Kleines Jubiläum: 1000 Betriebsgründungen / 1,2 Neugründungen und Betriebsübernahmen pro Woche

Innovations- und Gründerzentrum blickt auf 15 Jahre zurück

Geschäftsführer Thomas Lötsch (links), Gründungsberaterin Sabine Falk (zweite von Rechts) und Prokurist Thomas Barniske (rechts) stehen gemeinsam mit Fahrzeugingenieur Steven Neumann vor dem Innovations- und Gründerzentrum BIC Altmark. Neumann hält einen Blumenstrauß in der Hand.
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Mitten in der Krise ein kleiner Grund zum Feiern: BIC-Geschäftsführer Thomas Lötsch (links), Gründungsberaterin Sabine Falk und Prokurist Thomas Barniske (rechts) gratulieren Steven Neumann, dem 1000. Gründer, den das BIC in seiner 15-jährigen Geschichte begleitet hat.
  • Stefan Hartmann
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Das Innovations- und Gründerzentrum BIC Altmark hat Grund zum Feiern. In 15 Jahren wurden 1000 Gründungen und Betriebsnachfolgen erfolgreich begleitet. Außerdem halten sich diese vergleichsweise gut. Die erhobenen Zahlen erzählen dabei jedoch nur einen Teil der Wahrheit.

Stendal – „Endlich mal gute Nachrichten“, findet der neue Geschäftsführer des Innovations- und Gründungszentrum BIC. Trotz Corona-Krise habe es weiterhin Gründungen gegeben, wenn auch ein gewisser Knick in der Statistik nicht zu verneinen ist. Durchschnittlich 1,2 erfolgreiche Gründungen oder Betriebsnachfolgen habe das BIC pro Woche in 15 Jahren begleitet. Exakt während der Corona-Pandemie war es dann so weit. „Ich hatte meine 1000. Gründung“, berichtet Gründungsberaterin Sabine Falk sichtlich stolz.

Ebenfalls herausragend sei die Zahl der Betriebe, die nicht nur gegründet wurden, sondern sich auch in der Altmark halten können. Normal seien Werte von rund 50 Prozent, berichtet Lötsch. Eine Umfrage in einem Gründerqualifizierungskurs habe jedoch ergeben, dass sie im Landkreis bei rund 80 Prozent liege. Dabei sei das natürlich nur ein Ausschnitt aus dem tatsächlichen Geschehen. Denn damit würden nur Zahlen von Gründungen erfasst, die auch vom BIC begleitet wurden, stellt Prokurist Thomas Barniske klar. Eine erweiterte Erhebung von vergleichbaren Daten sei jedoch angedacht.

Derartig gute Zahlen seien auch ein Standortfaktor, findet Lötsch. Neben einer guten Anbindung als Verkehrsknotenpunkt könnte die Altmark mit einer guten Gründerkultur punkten. „Neben all der guten Arbeit vergessen wir manchmal, sie auch zu verkaufen“, schlussfolgert der Geschäftsführer. Trotz guter Ergebnisse dürfe die Arbeit nie stillstehen. Auch wenn die Netzwerke, die bisher gebildet wurden, schon gut funktionieren, könnten sie noch weiter ausgebaut werden.

Der 1000 Gründer, den Falk begleitet hat, ist Steven Neumann, der im vergangenen Jahr ein KFZ-Ingenieurbüro an der Arneburger Straße übernommen hat. Die Selbstständigkeit sei für ihn immer ein Thema gewesen, berichtet er. Bereits während der Ausbildung habe es ihn gereizt sein eigener Chef zu sein. Als kleines Präsent zum unerwarteten BIC-Jubiläum überreichte Falk ihm einen kleinen Blumenstrauß. Wie es um die mögliche Nachfolge der Gründungsberaterin steht, wollte sie noch nicht verraten. „Noch ist Frau Falk da und dafür sind wir sehr dankbar“, stellt Lötsch fest. An Menschen wie ihr liege es, dass die Altmark aus Gründersicht deutlich besser da stehe als ihr Ruf. Während in anderen Landkreisen Projekte wie die „Egopiloten“ eingeschlafen seien, habe sie stetig weiterarbeiten können. Da sei sie auch ein wenig stolz, dass die Zahlen jetzt so gut aussehen, erklärt Falk.

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