Kindertagesstätte Werben eröffnet am Montag, 16. Juni, eine Festwoche zum 75-jährigen Bestehen

Von der Bewahranstalt zum Storchennest

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Vom Baby bis zum Schulkind wächst der Nachwuchs im „Storchennest“ auf. Während Lucie Scheid aus Berge als Sechsjährige bald zur Schule kommt, ist Baby Lara-Sophie Mende aus Werben momentan die Jüngste.

Werben. „Dieses Mal lassen wir uns bespaßen!“ Astrid Dickehut weiß, was Babys, Kleinkindern und Vorschülern gefällt. Auch deshalb trällert die Chefin des „Storchennestes“ wie ihre Kolleginnen seit Tagen Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“.

Der Hitparadenstürmer ist gerade total angesagt bei einem Großteil der gut drei Dutzend Jungen und Mädchen. Im Jubiläumsprogramm zum 75.  Geburtstag der idyllischen Einrichtung mit Blick auf Werbens Kirchenkoloss findet der Song aber wohl keinen Platz.

Die seit siebeneinhalb Jahrzehnten in der mittlerweile weltkleinsten Hansestadt bestehende Kindertagesstätte hat ihre Wurzeln in Bewahranstalten und Erntekindergärten, wie sie für berufstätige Mütter seinerzeit in vielen Orten der Altmark aus dem Boden sprießten. Die Geschichte der zur politischen Wende im Fach8werkdomizil am Kirchplatz eingerichteten Betreuungsstätte will die Leiterin zur Festwoche ab Montag, 16. Juni, aber nicht in den Vordergrund stellen – der nämlich sei ausschließlich für die Hauptpersonen dieses Geburtstagsspektakels reserviert.

Und so starten die Null- bis Sechsjährigen märchenhaft in den Festreigen, wenn ihnen die Theatergruppe „Altmärkisches Treibgut“ im Hoftheater, Vor dem Seehäuser Tor, „Rumpelstilzchen schlägt zurück“ darbietet. Ein Teil von Dickehuts ehemaligen Schützlingen spielt an diesem Montag, 16. Juni, zur Eröffnung Instrumentalstücke. Bürgermeister Jochen Hufschmidt und Verbandsgemeinde-Chef Eike Trumpf wollen passende Worte reden, bis sich die Jubelgemeinde zum gemütlichen Teil in die Tagesstätte zurückzieht.

Am Dienstag, 17. Juni, steht die Truppe von Stadtwehrleiter Michael Nix hoch im Kurs, wenn es zwischen 9 und 11 Uhr jede Menge „Spiel und Spaß mit der Feuerwehr“ gibt. Einen Tag später, am Mittwoch, 18. Juni, können sich die Storchennest-Schützlinge ihrer Gesundheit widmen, wofür eine Physiotherapeutin engagiert wurde.

Der Höhepunkt aber wird für Freitag, 20. Juni, erwartet. Dann steigt ab 15 Uhr das Abschlussfest, bei dem Liedermacher Michael Günther Musik macht. Vorführungen zeigen dann auch die Mädchen und Jungen der Grundschule. Und ein Zelt sorgt für Gemütlichkeit. Alle Eltern sind gebeten, sich rechtzeitig anzumelden: Telefon (039393) 316.

Von Antje Mahrhold

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