Verbraucherzentralen warnen

Stendaler verliert 12.000 Euro bei Abzocke

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Altmärker beschweren sich über Werbeanrufe.

Stendal. „Mindestens 20 Prozent aller Beschwerden, die wir momentan bekommen, beziehen sich auf Werbeanrufe und Abzocke am Telefon“, berichtet Margit Schmidt, Rechtsberaterin der Verbraucherzentrale in Stendal.

Glücksspiele, Telefonanbieter-Wechsel, dubiose Geldanlagen oder Wunderpillen versuchen die Anbieter am Telefon zu verkaufen. Auf mündlich abgeschlossene Verträge folge meist keine schriftliche Bestätigung, so Schmidt.

Das kann im schlimmsten Fall richtig teuer werden: So hat ein Stendaler Verbraucher mindestens 12 000 Euro an ein betrügerisches Unternehmen verloren. Immer wieder, so Margit Schmidt, habe ihn die Firma unter Druck gesetzt, weitere Zahlungen zu leisten. Höhepunkt der Dreistigkeit: Er sollte auch alle Zahlungsbescheide an das Unternehmen schicken, was er zum Teil auch tat, sodass der tatsächliche Schaden im Nachhinein nicht mehr nachzuvollziehen ist.

Daher führen die Verbraucherzentralen momentan eine Umfrage durch, um herauszufinden, welches Ausmaß die Belästigung am Telefon zurzeit hat. Betroffene sollten entweder im Internet oder persönlich in der Beratungsstelle ihre Erfahrungen mit betrügerischen und unerlaubten Werbeanrufen schildern. „Unerlaubt ist alles ohne vorherige Absprache und ohne ausdrückliche Zustimmung des Verbrauchers“, erklärt Schmidt. Die Umfrage läuft seit 1. Juli, am 9. Oktober wird das erste Zwischenfazit bekanntgegeben. [...]

Von Mike Höpfner

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