Polizei warnt vor zwielichtigen Geschäften

Betrug im Netzwerk: Vertrag per SMS

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Per SMS werden Kaufverträge besiegelt.

Stendal/Altmark. Einer Betrugsmasche in dem sozialen Netzwerk Facebook ist die Polizei derzeit auf den Fersen: Seit Tagen häufe sich der Betrugsversuch im Raum Jerichower Land, auch im Landkreis Stendal gibt es laut Polizei erste Fälle.

Dabei spielen die Betrüger mit dem Vertrauen der Netzwerk-Nutzer in ihre jeweiligen Freunde.

Die Opfer erhalten dabei eine Bitte um die Bekanntgabe ihrer Telefonnummer. Gefragt wird von einer täuschend ähnlichen Kopie eines Kontos eines Freundes aus. Laut Polizeisprecher Marco Neiß gebe es nur sehr geringfügige Veränderungen zu dem Konto des tatsächlichen Freundes. Mit einem so gefälschten Konto arbeiten die Betrüger weiter: An die herausgegebene Telefonnummer senden die Betrüger per SMS einen Zahlencode. Im Facebook-Chat werde dann gefragt, ob man diesen Code erhalten habe. Mit der Antwort „Ja“ wird der Betrogene dann aufgefordert, diesen Code wieder per SMS zurückzusenden. So kann es dann laut Polizeidirektion Nord immer weiter gehen. Nachfragen werden nicht beantwortet.

Was wirklich dahintersteckt: Mit den Codes können im Internet bestimmte Dienstleistungen erkauft werden, wie etwa kostenpflichtige Computerspiele. Die Rechnung dafür wird dann etwa von der Telefonrechnung oder durch das Zahlsystem „PayPal“ abgerechnet. Die Codes sind die Bestätigungen für einen Kaufvertrag.

Die Polizei warnt Facebook-Nutzer. Im Landkreis gibt es mittlerweile zwei Fälle dieses Betruges, betroffen sind Altmärker aus Schollene und aus Bismark.

Von Kai Hasse

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