Beste Thermik dank großer Hitze

Gruppenbild mit Flugzeug: Die Sieger und Platzierten des Altmark-Pokals kurz nach der Ehrung am Sonnabend. An sieben Tagen haben insgesamt 75 Piloten um den erstmals ausgetragenen Pokal gekämpft.

Stendal - Von Sabine Lindenau. Was manch einen in den vergangenen Wochen schon ganz schön fertig gemacht hat, ist für Segelflieger ideal. Je größer die Hitze, desto größer auch die Thermik. Und so sind die 75 Teilnehmer des erstmals ausgetragenen Altmark-Pokals in den vergangenen Tagen mit ihren Flugzeugen bis zu 3 000 Meter Höhe aufgestiegen. Am Sonnabend ist das Event zu Ende gegangen. Für den einzigen altmärkischen Starter leider nicht ganz so erfolgreich.

„Ich habe mir schon ein bisschen mehr erhofft.“ Zufrieden ist Christoph Barniske mit seinem 16. Platz nicht. Auch wenn er sich in der Club-Klasse bei 33 Startern im Mittelfeld platziert hat. Eine Tagesaufgabe falsch geflogen: „Das hat mich sechs bis sieben Plätze gekostet“, konstatiert er. Zudem hat der Stendaler im Organisationsteam mitgearbeitet, sich um die täglichen Wettervorhersagen gekümmert, hat sich dadurch nicht komplett aufs Segelfliegen konzentrieren können. Das werde er beim nächsten Mal anders machen, sagt der 29-Jährige kurz nach der Siegerehrung Sonnabendvormittag. Doch wenn ein solch großes Event schon mal auf dem heimischen Flugplatz ausgetragen wird, ist das Mithelfen unabdingbar.

Den Organisatoren vom Aero-Club Stendal bescheinigt Henning Schulte, Präsident des Luftsportverbands Sachsen-Anhalt, „hervorragende Arbeit.“ Und auch die Segelflieger, die für neun Tage aus allen Teilen der Republik angereist sind, sparen nicht mit Lob, wünschen sich sogar die Deutsche Meisterschaft 2011 auf dem großzügigen Areal in Borstel. „Dafür sind wir noch nicht fit genug“, gibt Schulte zu. Doch ein erneuter Qualifikations-Wettkampf für die DM, wie der erstmals ausgetragene Altmark-Pokal, könnte in zwei Jahren erneut in der Altmark stattfinden. „Und in drei Jahren die Deutsche Meisterschaft“, zeigt sich der Präsident optimistisch.

Und auch Sieghard Geyhler freut's. Der Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft weiß um den organisatorischen Kraftakt. „Es freut uns, dass es den Gästen gefallen hat.“ Eine bessere Werbung für die Stadt und die Altmark könne es nicht geben. Dem kann sich Axel Kleefeldt nur anschließende. Der stellvertretende Oberbürgermeister ist am Sonnabend gekommen, um dem Gesamtsieger den großen Altmark-Pokal zu überreichen. Und der geht an Hermann Leucker aus Leverkusen, der auch die 18-Meter-Klasse für sich entschieden hat.

Insgesamt sind an den sieben Starttagen von den 75 Segelfliegern rund 150 000 Kilometer zurückgelegt worden. Und, was den Verbandspräsidenten besonders freut: Auf die extra für den Wettstreit angelegte Website http://www.altmark-pokal.de hat es rund 16 000 Klicks gegeben. Dort sind Impressionen in Text und Bildern, Ergebnisse und mehr zu sehen. Wie viele Teilnehmer des Altmark-Pokals sich nun für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben, steht noch nicht ganz fest, da es in anderen Orten weitere Ausscheide gibt. Wahrscheinlich aber sieben Piloten der Standardklasse, vier der 18-Meter-Klasse und fünf der Club-Klasse. Für Christoph Barniske hat es leider nicht gereicht.

Die Region ist durch den Wettbewerb in aller Herren Länder ein Stück weit bekannter geworden. Und die begeisterten Teilnehmer sind weitere Multiplikatoren bester Werbung. Was wieder einmal gezeigt hat: Der Flugplatz ist nicht nur wichtiger infrastruktureller Punkt in Stendal.

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