Fusion von BbS I und BbS II im Schuljahr 2017/18 geplant / Lothar Bätz: „Es fällt mir schwer“

Berufsschulen: Aus zwei mach eins

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Im Schuljahr 2017/18 sollen beide Berufsbildenden Schulen zusammengelegt werden.

Stendal. „Es fällt mir schwer“, sagt Lothar Bätz, Schulleiter der BbS I, zur geplanten Fusion der Berufsbildenden Schulen (BbS)„aber es wird die richtige Regelung sein“. Da die BbS I laut Angaben von Dr.

Ulrike Bergmann, Amtsleiterin des Schulverwaltungs- und Kulturamtes, bereits jetzt unterfrequentiert ist, sollen BbS I und BbS II im Schuljahr 2017/18 zu einer Berufsbildenden Schule Stendal zusammengelegt werden.

Einen ersten Entwurf dafür stellte Bergmann am Dienstagabend den Mitgliedern des Kreis-Schul-, Sport- und Kulturausschusses vor. „Wir wollen dem Land nach dem 31. Juli 2017 den Vorschlag machen, beide Schulen zu fusionieren“, erklärte die Amtsleiterin. Zu diesem Datum werde Lothar Bätz seine berufliche Laufbahn an der BbS I beenden.

Die gesamte Schülerzahl in der Berufsbildenden Schule II beträgt 537 Schüler für das kommende Schuljahr 2015/16, an der Berufsbildenden Schule II werden es dann 1010 Schüler sein. „Es will einfach keiner mehr in die handwerklichen Berufe einsteigen“, beklagt Bätz die aktuelle Entwicklung, „es geht alles bergab.“

An der BbS I werden zum Großteil Berufe wie Metallbauer, Maurer, Dachdecker oder Tischler gelehrt. Wenn aber immer weniger Schüler kommen, ist es laut Bergmann schwierig, die Fachklassen zu erhalten. „Alle Beschulungsmöglichkeiten sollen so lange wie möglich erhalten bleiben“, stellte die Schulamtsleiterin aber klar. Es gebe auch Absprachen und Möglichkeiten der Unterstützung durch benachbarte Landkreise. Denn wenn Fachklassen aufgrund zu geringer Teilnehmerzahl nicht in Stendal zustande kommen, müssten Berufsschüler auf Schulen im entfernten Umland ausweichen.

Laut dem ersten Entwurf der Schulentwicklungsplanung bis 2020/21 würden die Profile der beiden ehemaligen Einrichtungen weitergeführt. Weiterhin soll entsprechend der wirtschaftlichen Erfordernisse eine stetige Anpassung der Strukturen erfolgen.

Von Mike Höpfner

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