Berek: „Ihr seid alle pappesatt“

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Jens Berek, Verdi-Gewerkschaftssekretär, sprach gestern in Uchtspringe zu den Demonstranten.

UCHTSPRINGE (xp). Eine „aktive Mittagspause“ sollte es gestern um 12.30 Uhr werden. „Ihr seid nicht hungrig. Ihr seid alle pappesatt“, ließ Jens Berek, Verdi-Gewerkschaftssekretär Sachsen-Anhalt, durch das Megafon verkünden. Die Beschäftigten der Salus gGmbH in Uchtspringe versammelten sich, um für einen neuen Tarifvertrag zu demonstrieren. Und dies geschah durchaus lautstark. Ohne Ergebnis seien die Verhandlungen seit 2007.

Der Unmut käme laut Berek direkt von der Basis, von jenen Kollegen, die die Gewinne des Unternehmens erwirtschaften würden. In die Bausubstanz sei investiert worden, in die Mitarbeiter jedoch nicht – trotz deutlich schwarzer Zahlen am Jahresende.

An die Adresse von Geschäftsführer Manfred Huppertz sagte der Gewerkschaftsvertreter, dass man dessen Aussage, „Ich lasse mir mein Jahresergebnis von Verdi nicht schlecht machen“, wie Berek zitierte, nicht akzeptieren könne. Die Demonstrierenden wünschen sich, dass die Leitung der Salus gGmbH eine Gehaltssteigerung um sieben Prozent akzeptiert. Des Weiteren wird angestrebt, dass die Zulage für geschlossene Bereiche beibehalten sowie eine Maßregelvollzugszulage in Höhe von 150 Euro im Monat eingeführt wird. Zudem sollten generell unbefristete Arbeitsverhältnisse geschaffen werden. Die Arbeitnehmer würden ihr Bestes geben, wollen angemessen dafür entlohnt werden, so Jens Berek.

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