Knappes Nein zum Nein

Beleuchtungswunsch im August-Bebel-Park noch nicht vom Tisch

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Noch hat der Wunsch, den Hauptweg und gegenbenenfalls auch einen Seitenweg im August-Bebel-Park in der Nacht beleuten zu lassen, eine Zukunft.

Stendal. Die Verantwortlichen des Betreuungs- und Seniorenzentrum „Am Schwanenteich“, welcher vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) unterhalten wird, wünschen sich von der Stadt, dass der Hauptweg sowie ein Nebenweg im August-Bebel-Park beleutet wird (AZ berichtete).

Dem Ausschuss für Stadtentwicklung wurde von Seiten der Verwaltung empfohlen, dem Antrag nicht zu entsprechen. Grund: „Im August-Bebel-Park würden ohne gesetzlich zwingenden Grund Mittel für eine Beleuchtungseinrichtung anfallen, welche dann möglicherweise zur Beseitigung verkehrsgefährdender Maßnahmen fehlen.“

„Ich finde, es geht nicht zu weit, wenn die Bürger den beleuchteten Gehweg am Ostwall benutzen müssen“, sagte SPD-Mitglied Jürgen Schlafke. Dr. Henning Richter-Mendau (CDU): „Ich sehe keine Notwendigkeit, dass dieser Park nachts beleuchtet ist. Man muss sich in Stendal nicht die dunkelsten Ecken aussuchen.“

Die Ja-Stimmen und damit das Votum gegen die Baupläne, die einen 300 Meter langen Kabelgraben sowie 350 Meter Kabel und neun neue Leuchten am Hauptweg notwendig machen würden, reichten nicht aus. Vier Nein-Stimmen und eine Enthaltung veranlassen, dass sich die städtischen Entscheider nochmals mit dem Beleuchtungsthema auseinandersetzen müssen.

Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum gibt unterdessen zu bedenken: „Wir gehen davon aus, dass wir uns bei einer Beleuchtungsanlage mit ähnlichen Vandalismusschäden wie in der Vergangenheit beschäftigen werden müssen.“ Die Verwaltung wird nun allerdings in der Planung konkreter werden müssen, könnte zum Beispiel passende Leuchten vorschlagen.

Von Mike Höpfner und Alexander Postolache

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