Verkehrsminister Thomas Webel warnt vor weiteren Verzögerungen /

Baustart für A-14-Abschnitt im Norden

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Bei Colbitz sind die Konturen der Autobahn bereits sichtbar.

Altmark/Karstädt. Jetzt geht es auch im Land Brandenburg los: Am kommenden Montag ist Baustart für einen weiteren Abschnitt der A-14-Nordverlängerung.

In der Prignitz wird der erste Spatenstich für ein 11,5 Kilometer langes Stück zwischen Karstädt und Groß Warnow gesetzt. Das Land Brandenburg ist am Bau der A 14 im Übrigen mit drei Teilprojekten beteiligt.

Der Großteil der insgesamt 155 Kilometer langen Strecke verläuft durch Sachsen-Anhalt, mehr als 80 Kilometer davon durch die Altmark. Hier ist ein Abschnitt (Mose-Colbitz) bereits im Bau. Für zwei weitere (Colbitz-Dolle und Dolle-Lüderitz) sind die Planungen abgeschlossen. Klagen von Umweltschützern und Anwohnern verhindern bisher dort den Baubeginn. Der erste Gerichtstermin ist für Mittwoch, 11. Dezember, angesetzt (die AZ berichtete).

Vor diesem Hintergrund warnte Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) gestern eindringlich vor weiteren Verzögerungen beim Weiterbau. „Die mit der Autobahnplanung beschäftigten Mitarbeiter arbeiten mittlerweile am Limit“, sagte er bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. Die steigenden Anforderungen würden das vorhandene Personal vor immer neue Hürden stellen. „Wenn in sieben Jahren der Verkehr auf der A 14 an die Ostsee rollen soll, brauchen wir jetzt einen neuen Schub“, betonte der Minister.

„Für die wirtschaftliche Entwicklung und die bessere verkehrliche Erschließung der Altmark brauchen wir den Lückenschluss der A 14 so schnell wie möglich“, machte Webel erneut Werbung für das Straßenprojekt. Diese Auffassung teile er mit der Mehrheit der Bevölkerung, was repräsentative Umfragen belegten, sagte der Verkehrsminister.

Von Christian Wohlt

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