Schlagabtausch im Werbener Ortsteil / Stadtrat entscheidet am 3. November

Baupläne in Rubel: Anwohner und Investor reichen Offene Briefe ein

Rund 40 Einwohner leben im kleinen Elbort. 
+
Rund 40 Einwohner leben im kleinen Elbort.

Räbel – Wegen der Neubaupläne in Räbel wenden sich Anwohner des Werbener Ortsteils aus „Anlass zur Sorge um die Zukunft ihres kleinen Dorfes“ mit einem Offenen Brief an Bürgermeister Bernd Schulze und den Stadtrat.

Das zweieinhalb Seiten lange Schreiben, das der AZ-Redaktion vorliegt, bezieht sich auf Informationen, die Investor Dag Schaffarzczyk am 6. Oktober zu seiner Bauvoranfrage im Werbener Rathaussaal verkündet hatte (AZ berichtete). Schon in der nächsten Stadtratssitzung am 3.  November soll über den Bauantrag abschließend beraten werden. Möglich ist, dass das Gremium den Plänen des Investors das sogenannte „gemeindliche Einvernehmen“ verweigert.

„Schon jetzt beeinträchtigt die Vermietung des im Biosphärenreservat an der Elbe gelegenen Flusshofes besonders an den Wochenenden häufig die Nachtruhe im Ort. Der Flusshof präsentiert sich als Gruppenhaus mit derzeit 24 Betten als geeigneter Ort für Hochzeiten und andere Events. Auf dem Flusshof wird in Gruppen gefeiert“, teilen die Anwohner mit. Sie befürchten, den Angaben zufolge, dass mit den Neubauten eine Beherbergungs- und Freizeiteinrichtung entstehe, deren Gäste die Zahl der Einwohner Räbels „mehrfach übersteigen würde“. Das Vorhaben verändere den „dörflichen Charakter“ und belaste die Einwohner schwer, heißt es in dem Schreiben, das auf den 25. Oktober datiert ist.

Unternehmer Schaffarczyk hat auf die Anwohner-Kritik am gestrigen Dienstag seinerseits mit einem Offenen Brief reagiert, der der Redaktion ebenfalls vorliegt. „Es hat bisher weder eine Beschwerde noch eine Anzeige bei Polizei oder Ordnungsamt vorgelegen“, vermutet der Berliner, dass „regelmäßige Musikfestivals und andere musikalische Übungsaktivitäten fälschlicherweise dem Flusshof zugeordnet“ würden.

Sein Projekt konzentriere sich „vorrangig auf Wohnen und digitales Arbeiten“ und die geplanten Gebäude integrierten sich „vollständig in die vorhandene dörfliche Struktur“. Auch sei die Fläche laut Nutzungsplan als Dorfgebiet und nicht für die Landwirtschaft ausgewiesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare