Es kann auch 2020 werden

Behindertengerechter Ausbau verzögert sich: Bahnhof Stendal erst 2018 barrierefrei

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Marcus Graubner (l.) moniert neben den Treppen auch die maroden Bahnsteige am Stendaler Bahnhof.

Stendal. Erst im Jahr 2018 soll der Rolandstädter Bahnhof barrierefrei sein. Das ist zumindest der Wunsch von Andreas Bulang, Leiter des Bau- und Anlagemanagements bei der Deutschen Bahn (DB). „Den neuen Bahnhof kriegen Sie.

Ich kann Ihnen nur nicht versprechen, wann das sein wird“, sagte Bulang am gestrigen Nachmittag gegenüber Mitgliedern des Kreisbehinderten-Beirates, der Rentenversicherung und der Bahnhofsmission. „Wir wollen spätestens 2018 fertig sein“, so Andreas Bulang weiter.

„Man muss ehrlicherweise sagen, es kann auch noch zwei Jahre später werden“, fügte Ludger Sippel, Diplom-Ingenieur vom Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA), hinzu. Somit wäre die Barrierefreiheit erst im Jahr 2020 erreicht. Geplant war die Fertigstellung laut Aussagen Bulangs bereits 2014. Der behindertengerechte Ausbau wird sich vor allem auf die Anhebung der Bahnsteige auf 55 Zentimeter und den Einbau von Aufzügen konzentrieren. Auch soll der Tunnel zu den Aufgängen saniert werden.

„Mir fehlt als Betroffener das spontane Losfahren-Können“, moniert Marcus Graubner, Mitglied des Kreisbehinderten-Beirates, „ich bin früher viel mit der Bahn gefahren. Aber seitdem die Umbauten hier begonnen haben, traue ich es mir nicht mehr zu.“ Was DB, NASA und Kreisbehinderten-Beirat schaffen müssten, sei, dass „Behinderte, Senioren und Mutti mit Kind“ gefahrlos den Bahnhof benutzen können.

Über zehn Millionen Euro werden laut Bulang bis 2018 in den Bahnhof investiert.

Von Mike Höpfner

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