Sperre fällt Mitte November

B 189 unerwartet schwierig: Risse kosten Geld und Zeit

Ein Blick von der Straßenbrücke hinunter in die baumgrüne Einfahrt nach Stendal.
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Ein Blick von der Straßenbrücke hinunter in die baumgrüne Einfahrt nach Stendal.

Stendal – Es ist noch nicht geschafft. Die Kreisstadt Stendal ist seit Anfang September nicht mehr so einfach und durchgängig über ihre Hauptschlagader zu erreichen. Arbeiter erneuern die Bundesstraße 189.

Der Verkehr muss sich andere Wege suchen und quält sich nicht zuletzt nahe Lüderitz über die Umleitungsstrecken.

Immerhin: „Die Arbeiten liegen im Plan. “ Wenn auch nicht mehr ganz im ersten. Manfred Krüger, Leiter der Landesstraßenbaubehörde Nord, hat gestern Nachmittag auf AZ-Anfrage verkündet, dass die Arbeiten unter Vollsperrung voraussichtlich am 15. November abgeschlossen sein werden. Zu Beginn war noch von Anfang November die Rede.

Die Liste der Arbeiten auf der B189 scheint bis Mitte November noch lang.

„Nach dem Abfräsen der alten Asphaltschichten wurden keine Flächen vorgefunden, die einen Wiedereinbau zuließen“, umschreibt der Behördenchef die aktuellen Herausforderungen. Lose Teile und tiefe Risse machen allen einen Strich durch die Rechnung. Und: „Der ermittelte Aufbau des Radweges entsprach nicht durchgängig der Realität.“ Die endgültige Fertigstellung könnte sich nicht zuletzt noch durch ungünstiges Wetter nach hinten verschieben. Ein Datum kann und will Krüger deshalb momentan noch nicht nennen.

„Wegen der notwendigen, zusätzlichen Arbeiten und der teilweise veränderten Technologie wird sich die Maßnahme verteuern. Da wir uns mitten in den Verhandlungen befinden, sind verlässlich Zahlen noch nicht verfügbar.“ Bekannt ist somit allein die Zahl, die das Verkehrsministerium in Magdeburg zum Baustart verkündete, rund 1,84 Millionen Euro. „Für die Zukunft müssen wir uns immer mehr darauf einrichten, dass es bei derartigen Baudurchführungen zu Veränderungen kommen wird, die sich auf die Bauzeit und Kosten auswirken“, betont der Regionalbereichsleiter in Stendal gegenüber der AZ.

Die Arbeiter widmen sich einem insgesamt 4,7 Kilometer langen Abschnitt bis kurz vor Stendal. Sie erneuern die Deck- und Binderschicht, ein umfangreiches Projekt.

VON MARCO HERTZFELD 

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