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Polizeiinspektion Stendal wächst um ein Gebäude

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Von: Marco Hertzfeld

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Gleich neben dem alten Bauhof in Stendal befindet sich das Polizeigelände.
Ein Blick auf die Nachbargrundstücke am Uchtewall. Links befindet sich das alte Domizil des Bauhofes, der an die Arneburger Straße umgezogen ist. Rechts ist der Komplex der Polizeiinspektion Stendal zu sehen. © Marco Hertzfeld

Die Polizeiinspektion Stendal am Uchtewall soll um ein Gebäude wachsen. Das Land hat unverändert den alten Bauhof der Stadt im Blick.

Stendal – Für den Ausbau der Polizeiinspektion (PI) sollen ein zusätzliches Gebäude und ein Garagenkomplex entstehen. Untergebracht werden im neuen Gebäude demnach Sanitär- und Umkleidemöglichkeiten, Räume für die Lagerung von Führungs- und Einsatzmitteln sowie Sonderbekleidung, Asservatenräume und ein Bereich für die kriminaltechnische Untersuchung. „Zum Zeitpunkt und zu den Kosten liegen noch keine Angaben vor“, teilt Lars Fischer, Sprecher des Innenministeriums in Magdeburg, der AZ auf Anfrage mit. Dass der Millionenbau tatsächlich gleich nebenan auf dem Gelände des alten Bauhofs der Stadt entsteht, scheint mindestens naheliegend. Die Erweiterung der PI könnte in drei Bauabschnitten erfolgen. „Begonnen wird mit einer Containerlösung als Übergang für zusätzliche Umkleide- und Sanitärflächen auf der Liegenschaft 3/5.“

Land: Zeitpunkt und Kosten noch offen

Die PI Stendal benötige „aufgrund des personellen Aufwuchses“ zusätzliche Flächen, heißt es aus der Landeshauptstadt. Kurzum: Am Uchtewall wird es zu eng, neben der PI sitzt dort auch das Revier Stendal. „Diesen Mehrbedarf hat die Landespolizei dem BLSA angezeigt“, erläutert Fischer. Hinter den vier Großbuchstaben verbirgt sich der Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt. Das BLSA hat eine Machbarkeitsstudie zum Stendaler Vorhaben erarbeiten lassen, mit dem oben skizzierten Ergebnis. Die anderen Bauabschnitte „stehen in Abhängigkeit zum Erwerb zusätzlicher Flächen, wofür der Landesbetrieb BLSA Gespräche mit der Stadt Stendal führt“. Ähnliches war schon im Dezember zu hören gewesen. Ob Erdarbeiten auf dem Polizeigelände dieser Tage mit dem Ausbau des Standortes zu tun haben, muss offenbleiben.

Zahl der Beamten soll steigen

Um die Landespolizei zu stärken, soll die Zahl der Vollzugsbeamten landesweit auf 7000 erhöht werden, so wird es zumindest angestrebt. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Polizeianwärter „signifikant erhöht“ worden, führt der Ministeriumssprecher aus, ohne ins Detail zu gehen. „Wegen des personellen Aufwuchses besteht ein erhöhter Flächenbedarf. Hinzu kommt, dass mit der Bildung der Polizeiinspektion Stendal Grundstrukturen am Sitz der Polizeiinspektion vorzuhalten sind, wofür die derzeitigen Kapazitäten nicht ausreichen.“ Und vielleicht noch einmal grundsätzlich: „Mit der Errichtung der Polizeiinspektion Stendal ist die Polizei auch im ländlichen Raum präsent. Dieser wird damit deutlich gestärkt.“ Zur Erinnerung: Mit der Strukturreform sind 2019 Polizeiinspektionen gebildet worden. Die PI Stendal umfasst die beiden altmärkischen Landkreise und dazu den Landkreis Jerichower Land.

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