Sanierung sollte eigentlich März 2016 beginnen / Kosten fallen geringer aus als zunächst geplant

Ausbau der Haackestraße erst 2017

+
Durch zahlreiche Aufgrabungen ist die Fahrbahn der Haackestraße enorm schadhaft. Eine für dieses Jahr geplante grundhafte Sanierung muss allerdings bis 2017 warten.

Stendal. Die stark in die Jahre gekommene Fahrbahn der Haackestraße soll grundhaft saniert werden – ursprünglich sollten die Bauarbeiten im März dieses Jahres beginnen.

Doch daraus wird nichts, wie Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung bekanntgab. „Wir werden die Haackestraße dieses Jahr nicht mehr bauen. Das ist klar“, so Westrum. Entsprechend durchwachsen fiel dann auch die Abstimmung der Stadträte aus. Von neun Ausschussmitgliedern enthielten sich sieben. Für den Beschluss stimmte lediglich der Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Eckhardt (CDU).

Ein Grund dafür seien zeitliche Verzögerungen. „Wir hätten bis März mit den Arbeiten beginnen müssen, um vor dem kommenden Winter fertig werden zu können. Das wird nichts mehr“, so der Bauamts-Chef. Im Herbst dieses Jahres soll voraussichtlich die notwendige Ausschreibung stattfinden, mit der Sanierung soll aber nicht vor März 2017 begonnen werden. Laut einer aktuellen Kostenschätzung des Bauamtes kostet die Baumaßnahme rund 585 000 Euro – ein vorangehende Schätzung war noch von einem Betrag von knapp 640 000 Euro ausgegangen (AZ berichtete).

Doch auch diese Kostenschätzung sorgte im Ausschuss für eine lebhafte Diskussion. „Mit Kosten von rund 600 000 Euro sind wir auf diesem kurzem Stück Straße über das Ziel hinausgeschossen“, fand etwa Stadtrat Dirk Hofer (CDU), „die meisten Anwohner sehen es als Durchgangsstraße und nicht als Anliegerstraße.“ Hofer stimmte letztlich gegen den aktuellen Entwurf des Bauprogramms. Die Haackestraße befindet sich in der Bahnhofsvorstadt und verbindet die Nicolaistraße mit der Bahnhofstraße. Durch die Vielzahl der Aufgrabungen ist die aus Großsteinpflaster bestehende Fahrbahn „sehr uneben und schadhaft“, wie es in einer Beschlussvorlage des Tiefbauamtes heißt. „Die Kosten steigen zumindest nicht weiter. Aber wir müssen auch das Ergebnis der Ausschreibung im Herbst abwarten“, so Georg-Wilhelm Westrum.

Die Haackestraße wird weiterhin eine Einbahnstraße in Fahrtrichtung Bahnhofstraße bleiben. Um den verkehrsberuhigenden Charakter zu wahren, wird die Fahrbahn auf Höhe der Hausnummer 19 von 4,50 Meter auf 3,50 Meter eingeengt. Diese Einengung wird eine Länge von 7,50 Metern haben. Auf beiden Seiten sollen insgesamt 29 Stellplätze entstehen. Die rund zwei Meter breiten Gehwege werden in Betonsteinpflaster angelegt.

Im Vorfeld der Planungen fand am 28. Oktober 2015 eine Informationsveranstaltung für die Anlieger statt. Die Hansestadt Stendal ist verpflichtet, für den erforderlichen Aufwand der Verbesserung Beiträge zu erheben.

Von Mike Höpfner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare