Abfallsünder treiben ihr Unwesen

August-Bebel-Park in Stendal häufig für illegale Müllentsorgung genutzt

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Diese Abfälle könnten von einer durchzechten Nacht stammen. Leider wurde nicht alles ordnungsgemäß entsorgt.

Stendal – Sie könnten das Ergebnis einer durchzechten Nacht sein: Im August-Bebel-Park nahe des Bewegungsparcours sammeln sich leere Schnapsflaschen, Chipspackungen und zerrissene Plastiktüten. Doch nicht alles landet in den dafür vorgesehenen Mülleimern.

Das idyllische Örtchen am Schwanenteich wird immer wieder zum Ziel illegaler Müllentsorgung.

Das Problem ist auch der Stadtverwaltung bekannt. „Der Außendienst unseres städtischen Ordnungsamts ist täglich im August-Bebel-Park unterwegs“, berichtet Stadtsprecher Armin Fischbach auf Nachfrage der AZ. Achtlos liegen gelassene Abfälle entdecken die Angestellten der Stadt dort regelmäßig. Von einem Brennpunkt illegaler Müllentsorgung am Schwanenteich will Fischbach dennoch nicht reden.

Es zeigt sich jedoch, dass die Entscheidung des Stadtrates gegen einen öffentlichen Grillplatz offenbar die richtige war. Zur Erinnerung: Die Fraktion SPD/FDP/Piraten/Ortsteile hatte sich im vergangenen Jahr für einen Barbecue-Platz am Schwanenteich stark gemacht. Der damalige Fraktionsvorsitzende Dr. Herbert Wollmann hatte bemängelt, dass der vorhandene Grillplatz im Stadtforst zwar „schön gelegen“, aber nicht einfach zu erreichen sei.

Nicht immer treffen Passanten die Mülleimer.

Zudem sei eine Nutzung bei anhaltender Trockenheit viel zu gefährlich, hatte der nun wiedergewählte SPD-Stadtrat im vergangenen Jahr zu bedenken gegeben und für den Standort am Schwanenteich gestimmt. Doch der Antrag der Fraktion war in der Ratssitzung im Juli gescheitert, vor allem hatte den Kommunalpolitikern der anstehende Müll Bauschmerzen bereitet. Und auch die Tatsache, dass das Gebiet von der Straße aus schlecht einsehbar und damit nicht gut zu kontrollieren sei, hatte schließlich zur Ablehnung des Vorhabens geführt.

Auch ohne Grillplatz häufen sich die illegalen Müllablagen im August-Bebel-Park. Dabei dürfte es im Sinne eines jeden Stendalers sein, seine Stadt sauber und ansehlich zu halten.

VON CHARLOTTA SPÖRING

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