Andrang in einstiger Kfz-Zulassungsstelle bei „Bleib nicht allein“ der Vineyard-Gemeinde

Auftrag: Zwischenmenschlichkeit

+
Rund 150 Plätze im Saal des Domizils der Vineyard-Gemeinde in Stendals einstiger Kfz-Zulassungsstelle waren besetzt, als die Aktion „Bleib nicht allein“ auch mit kulinarischen Annehmlichkeiten an die Gneisenaustraße lockte.

Stendal. Mit der weihnachtsfrohen Aufforderung „Bleib nicht allein“ lud Stendals Vineyard-Gemeinde zum zweiten Mal an Heiligabend in ihr neues Domizil an der Gneisenaustraße ein.

In der einstigen Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle hatte sie sich nach dem Auszug aus dem Objekt Osterburger Straße nun am Uenglinger Berg eingerichtet. Auch der zweite Weihnachtsgottesdienst wurde ein voller Erfolg. Denn das Angebot, den Nachmittag vor dem Start in die Weihnachsfeiertage nicht einsam, sondern in Gemeinschaft zu verbringen, ließen sich insgesamt circa 70 Frauen, Männer und Kinder aus der Gemeinde nicht entgehen.

Dieses Mal waren es auch besonders viele junge Gäste, die den besinnlichen Abend nutzten. Aber auch Stendaler und Umlandbewohner, denen eine familiäre Bindung fehlt, die alleinstehend sind oder großen Wert auf Kontakt zu verständnisvollen Mitmenschen legen, fanden sich an den Tischen ein. 150 Plätze waren schließlich in dem großen geschmückten und mit Kerzen erleuchteten Gemeindesaal besetzt.

Als Einstimmung auf das Weihnachtsfest erlebten die Anwesenden einen Familiengottesdienst, der von Angelika Beyer geleitet und musikalisch von der Gemeinde-Lobpreis-Band begleitet wurde. Nachdem Kerzen für all die Traurigen, Arbeitslosen, Kranken und seelisch Belasteten entzündet waren, führten die Jüngsten ein Krippenspiel auf. In ihm stand Weihnachten zu Hause sowie in Bethlehem im Mittelpunkt. Schon weit vor dem Gottesdienst hatte reges Treiben in der erst kürzlich neu ausgestatteten Küche geherrscht. „Da seit dem Jahr 2006 in der Gemeinde auch die Stendaler Suppenküche betrieben wird und einmal in der Woche dank vieler Sponsoren und Zuwendungen von Gemeindemitgliedern ein warmes Essen angeboten werden kann, wollten wir diesen Brauch auch Heiligabend fortsetzen“, berichteten Mitglieder der Gemeinde. So lockte der Duft von leckeren Salaten, Schweinebraten, Rotkohl und Obst die Besucher an das üppige Büfett.

Nach der Stärkung kam es im Schein von Kerzenlicht und erfrischenden Getränken in dieser besinnlichen Atmosphäre zu Gesprächen an den Tischen, was gerade die Alleinstehenden zu schätzen wussten, die zu Hause keine Ansprechpartner haben.

Aber auch kleine Geschenke wurden zwischen den Gemeindemitgliedern und mit Fremden ausgetauscht. „Wir sind eine christliche Gemeinde und sehen mit der heutigen Einladung und den zwischenmenschlichen Beziehungen die Erfüllung eines Auftrages, den uns Gott gegeben hat“, resümierte Angelika Beyer.

Von Klaus Pohlmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare