Zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt / Hintergründe blieben offen

Wer gab den Auftrag für Überfall auf den Syrer?

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In der Stendaler Al rahma-Moschee hat der von zwei Männern attackierte Syrer seit einem Jahr Hausverbot. 

mei Stendal. Zwei Männer, die einen Syrer in der Nähe der Stendaler Moschee schwer verletzt haben sollen (AZ berichtete), sind vom Stendaler Amtsgericht zu 15 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Magdeburger (einer ist Deutscher mit libanesischen Wurzeln und 2. Vorsitzender der Islamischen Gemeinde Magdeburg, der andere ist ein in Syrien geborener Palästinenser) dem 31-jährigen Syrer im Auftrag aufgelauert hatten. In wessen Auftrag, das blieb vor Gericht offen.

Das Opfer glaubt, dass die Vorsitzenden der Islamischen Gemeinden Stendal und Magdeburg dahinter stünden, was diese in ihren Aussagen weit von sich wiesen. Sie gaben indes an, dass der Syrer dem Islamischen Staat (IS) nahe stehe.

Der Syrer war von den beiden Männern geschlagen, getreten und mit einem Messer bedroht worden. Der 31-Jährige lebt in Stendal. Die Schläger müssen ihm außer der Haftstraße 2000 Euro Schmerzensgeld bezahlen.

Der attackierte Syrer ist nach eigenen Angaben kein Mitglied der Islamischen Gemeinde Stendal. In der rolandstädtischen Moschee hat er seit einem Jahr Hausverbot (AZ berichtete).

Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

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