Auch Husaren waren dabei

Das Theater der Altmark zeigte einen Ausschnitt aus „Der Hauptmann von Köpenick“.Fotos (2): Pusch

Stendal - Thomas Pusch. Das Justizzentrum „Albrecht der Bär“ ist fertiggestellt. Nach 19 Jahren wurde es gestern von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer eingeweiht. Ein Tag der offenen Tür schloss sich an.

Anfang des 20. Jahrhunderts baute die Stadt Stendal einen Kasernenkomplex für das Husarenregiment Nr. 10. Gestern wurde dieses Areal als Justizzentrum „Albrecht der Bär“ offiziell eingeweiht. Ministerpräsident Wolfgang Böhmer war dabei, Justizministerin Angela Kolb auch – und ebenso die Husaren. Zwar nicht die echten, aber ein Teil des Stendaler Husaren-Traditionsvereins um Vorsitzenden Peter Krupp, der auch mit Böhmer ins Gespräch kam.

Das Theater der Altmark erinnerte ebenfalls an die Zeit des Entstehens des Komplexes. Es zeigte einen Ausschnitt aus Carl Zuckmayers „Der Hauptmann von Köpenick“, das in der kommenden Spielzeit auf die Bühne gebracht wird. 1906 hatte der Schuster Wilhelm Voigt, als Hauptmann verkleidet, mit einem Trupp Soldaten das Rathaus von Köpenick überfallen und die Stadtkasse geraubt.

Mit der Geschichte befasste sich schließlich auch der Ministerpräsident in seiner Rede. Vor 193 Jahren sei das Dekret ergangen, dass ein preußisches Husarenregiment gegründet werden solle. Und nun erinnere das Justizzentrum an Albrecht den Bären, der vor 840 Jahren am 18. November gestorben sei.

Landgerichtspräsident Dr. Dieter Remus freute sich „außerordentlich, dass der Komplex nun eingeweiht werden kann.“ Wenn der Landesvater die kleinste der drei Gewalten besuche, dann sei das schon etwas Besonderes. Eine Investition in Landeseigentum sei aber auch gut angelegtes Geld. Investiert wurden rund 24,5 Millionen Euro, auf dem Komplex sind Amts- und Arbeitsgericht, Staatsanwaltschaft und Aktenlager untergebracht.

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