Gastspiel des weltgrößten Zirkus fasziniert bis heute

Atem stockt nicht nur beim Löwen-Kuss

Ohne extra Schmuseeinheit verlässt Baluga die Manege nicht. Der erste weiße Löwe, der weltweit in einem Zirkus geboren wurde, erblickte 2011 in Kiel das Licht der Welt. Dompteur Martin Lacey jr. gibt dem 250-Kilo-Brocken, wonach das Raubtier verlangt.
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Ohne extra Schmuseeinheit verlässt Baluga die Manege nicht. Der erste weiße Löwe, der weltweit in einem Zirkus geboren wurde, erblickte 2011 in Kiel das Licht der Welt. Dompteur Martin Lacey jr. gibt dem 250-Kilo-Brocken, wonach das Raubtier verlangt.

Stendal. Bis der letzte Vorhang zum Gastspiel des weltgrößten Zirkus auf dem Schützenplatz fällt, hat das Team vom Zirkus Krone unter dem Motto „Eure Gunst, unser Streben“ seit Freitag Heerscharen von Manegen-Fans in den Bann gezogen.

Das Jubiläumsprogramm „Evolution“ inszeniert von Christel Sembach-Krone, verspricht mehr als zwei Stunden Show der Superlative – mit der größten Raubtiernummer der Welt, den schönsten Papageien Europas und dem riskantesten Ritt auf dem Todesrad aller Zeiten. Eine Mischung aus klassischer Zirkuskunst und moderner Show mit den Besten der internationalen Zirkuswelt.

Papageien-Flüsterer Alessio Fochesato ließ Sonnensittiche auf Tuchfühlung mit Kindern aus dem Stendaler Publikum gehen.

Zur Premiere spielten die Stendaler Stadtmusikanten. Mit einem Rausch von bunten Kostümen in Licht getaucht, begann die Show im Rhythmus der Zeit mit Magie, Clownerie und Akrobatik. Aus „organisatorischen Gründen“ waren die Elefanten nicht mit dabei, teilte die Zirkus-Spitze mit. Stattdessen balancierte Mustafa Danguir über ein 13 Meter hohes Drahtseil. Variationen mongolischer Seilsprünge, Papageien unter der Kuppel, Jana Mandana-Krones klassische Hohe Schule und ein Potpourri edler Hengste, gespickt mit dem feurigen Ballett von Gipsys und Husaren sowie einem sinnbildlichen Höllenritt des Crazy Wilson auf dem rotierenden Todesrad, gewürzt mit Komik, Klamauk und Zauberei der Clowns Fumagalli und Daris, begeisterten die Gäste. Den Zuschauern stockte der Atem, als die Flying Zuniga über ihren Köpfen durch die Luft wirbelten. Star-Dompteur Martin Lacey jr. zeigte mit seinen 26 weißen und goldfarbenen Löwen einen Weltrekord. Mehr als zehn Raubtiere saßen auf ihren Hinterpfoten im Kreis. Der weiße Löwe „King Baluga“ brauchte eine Extraeinladung, um die Manege zu verlassen, er verlangte nach Kuscheleinheiten des Dompteurs. Auch Nashornbulle Tsavo zeigte sich.

Das internationale Ensemble des Zirkus Krone wirbelte mit brasilianischem Flair beim Finale und erhielt für seine Show vom Publikum stehende Ovationen und anhaltenden Applaus.

Von Ute Krug

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