Stadtrat diskutiert barrierefreie Umgestaltung des leer stehenden Gebäudes

Arztpraxen in Werbens Schule?

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2014 auf dem Gelände der Grundschule Werben: Auch Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau (parteilos) beteiligte sich damals an den Protesten gegen die Schließung.

Werben – Seit 2014 ist die Grundschule in Werben geschlossen. Zuvor hatten Proteste die angekündigte Schließung begleitet. Seit nunmehr sechs Jahren stellt sich die Frage, was mit dem leer stehenden Gebäude passieren soll.

In der Stadtratssitzung am Dienstagabend stand die künftige Nutzung auf der Tagesordnung. Einen Beschluss gab es noch nicht. Angedacht sind bauliche Veränderungen, um das Gebäude nutzbar zu machen.

„Wir haben darüber diskutiert, ob es nicht sinnvoll wäre, die drei Etagen barrierefrei zu gestalten. Das wäre die Grundvoraussetzung, um in dem Gebäude zum Beispiel eine Arztpraxis oder eine Tagespflege anzusiedeln“, sagte Bürgermeister Bernd Schulze (parteilos). Die Denkmalpflege müsste dem zustimmen. Im Raum steht ein Fahrstuhl, mit dem die Barrierefreiheit sichergestellt werden könnte. Die Kosten dafür werden auf 70 000 bis 100 000 Euro geschätzt. Im Haushalt für das laufende Jahr ist diese Summe noch nicht verankert, denn der Fahrstuhl ist zunächst noch eine Idee.

Deutlich wurde, dass die Stadträte sich wünschen, dass sich etwas tut. Schulze ist der Ärger über die Schließung der Schule noch deutlich anzumerken. „Das war eine politische Entscheidung, die Schule war nicht mehr gewollt“, obwohl sie noch kurz vor der Schließung aufwendig saniert worden sei. 800 000 Euro wurden damals in die Hand genommen, um die Schule fit für die Zukunft zu machen. Eine Zukunft, die sie aber nicht mehr hatte.

Es wird noch eine Zeit brauchen, bis die ambitionierten Ziele eventuell in die Tat umgesetzt werden können, denn die Finanzierung steht noch in den Sternen.

Bürgermeister Schulze hofft, dass Bewegung in die Sache kommt und das Schulgebäude in irgendeiner Form in naher Zukunft den Werbener Bürgern zugutekommt, auch wenn die ursprüngliche Funktion als Schule nicht mehr gegeben ist und eine künftige Nutzung erst noch gefunden werden muss.

VON TOBIAS HENKE

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