Grundschule eröffnet wieder: Neuer Träger tagt in Werben / Planungsgruppe wirbt Eltern

Anwälte begleiten den Neustart

Die Planer: Ines Bergmann (oben), Bernd Schulze, Simone Voß (unten, v.l.), Doreen Behrens und Birgit Schulze. Es fehlt: Jochen Hufschmidt.

Werben. „Wir suchen eine einvernehmliche Lösung mit dem Jugendamt und der Verbandsgemeinde“, erklärt Bernd Schulze (UWG) Dienstagabend im Werbener Stadtrat.

Das Mitglied der Planungsgruppe kündigt vor einem Dutzend Zuschauer den Start der Privaten Grundschule für August 2016 an. Erstklässler, die bereits dieses Jahr eingeschult werden, „können wechseln“, der Hort stehe für „alle Jahrgangsstufen“ bereit und bald soll auch die staatliche Kindertagesstätte „Storchennest“ übernommen werden. „Wir wollen das Paket“, trägt Schulze vor.

Demnach übernimmt die Bernburger Stiftung Evangelische Jugendhilfe, die als Beinamen denselben Heiligen wie Werbens Gotteshaus trägt, den Lehrbetrieb im Backsteinklinkerbau ab dem übernächsten Schuljahr. Der Stadtrat muss dafür aber noch einen Mietvertrag abschließen, denn eine kostenlose Überlassung verbiete das Gesetz. Träger und Planungsgruppe lassen sich von einer Magdeburger Rechtsanwaltskanzlei beraten, „die solche Übernahmen schon oft durchgeführt hat“. Ziel sei eine „niedrigstmögliche Miete, die kommunalrechtlich möglich ist“. Schwieriger könnte die Übernahme der Kita werden, die der Verbandsgemeinde gehört und die das alleinige Kündigungsrecht habe.

Die Planungsgruppe tagt am Dienstag mit Vertretern der Stiftung in Werben. Bis dahin wollen die Aktiven weitere Eltern dazu bewegen, ihr Kind anzumelden. „Wir wollen den Personaleinsatz unserer Lehrer so genau wie möglich kalkulieren“, sagt Sprecherin Simone Voß. Auch die Höhe des Schulgelds und des Hortbeitrags sollen festgelegt werden. Nach den Ferien gibt es dazu eine erste Elternversammlung.

Von Antje Mahrhold

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