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Angler schlüpfen fürs Fernsehen in Feuerteufel-Rolle

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Vereinsvorsitzender Frank Eger (M.) schildert mit Hauptkommissar Marco Neiß (l.) und Feuerwehr-Einsatzleiter Mike Wieczorrek die Nacht der Anglerheim-Attacke. Foto: Pohlmann

pm Stendal. Den 20.  April wird Frank Eger nicht vergessen. Mit Schrecken denkt der Vorsitzende der Stendaler RAW-Angler an die Nacht, in der ihr Boots- und Vereinshaus am Ziegeleiweg an Jänickes Teichen von brandstiftenden Einbrechern in Schutt und Asche gelegt wurde.

Damit wurden viele Freizeitstunden, die die Angelfreunde in Auf- und Ausbau ihres Objekts investierten, zunichte gemacht.

Nach ersten Aufräumarbeiten und Feststellung gestohlener und verbrannter Errungenschaften und Ausrüstungsgegenstände sind Eger und Vereinsmitglieder wieder an das Feuer erinnert worden. In Absprache mit der Polizei und als Hilfe zur Lösung des Falls reiste ein MDR-Fernsehteam in die Rolandstadt, um den Brandanschlag für „Kripo live“ nachzustellen. Beratend standen dem Polizeihauptkommissar Marco Neiß aus dem Revier Stendal und Löschmeister Mike Wieczorrek von Stendals Freiwilliger Feuerwehr zur Seite, der den Einsatz geleitet hatte. So schilderte Wieczorrek vor laufender Kamera, wie die Kameraden den Einsatzort vorgefunden hatten, welche Gefahren von dem Feuer ausgingen und wie der Löschangriff erfolgt war. Hauptkommissar Neiß gab, ohne Ermittlungsergebnissen vorzugreifen, Auskunft über den kriminellen Hintergrund der Brandattacke und schilderte, wie die Polizei an der Täterermittlung arbeitet.

In dem Zusammenhang wurden auch Brandanschläge thematisiert, die in dem Zeitraum in Stendal passiert waren. Nach den einführenden Gesprächen erlebten Anwesende, wie aufwendig eine Dokumentation sein kann, bevor gewünschte Szenen endlich „im Kasten“ waren. Da richtete der Kameramann das Objektiv nicht nur auf Brandherde, sondern in Nahaufnahme auch auf Angelfreunde, die als Komparsen Einblicke in ihr Hobby fernsehtauglich darstellten. Sie mussten auch in die „Rolle“ der Brandstifter schlüpfen und den Tathergang mehrfach nachspielen, wofür sie sogar ihre Autos als „Diebesfahrzeuge“ einsetzten. Als der Vereinsvorsitzendesich zu Hause sogar ins Bett legen musste, um so den damaligen Weckvorgang nachzustellen, errreichte der anstrengende Drehtag seinen Höhepunkt. „Ich hoffe, dass unsere Anstrengungen und Auftritte dazu beitragen, dass der Fall bald aufgeklärt werden kann“, wünscht sich der Chef der RAW-Angler.

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